Unternehmerische Verantwortung

Unternehmen, die langfristig erfolgreich sein wollen, müssen auch im Sinne künftiger Generationen verantwortungsvoll handeln. Wir bei KSB berücksichtigen diesen Grundsatz stets in unseren geschäftlichen Aktivitäten. Als produzierendes ­Unternehmen hat für uns der Schutz von Mensch und Umwelt einen besonderen Stellenwert. Darüber hinaus engagieren wir uns für gesellschaftliche Belange.

Bei unserer Geschäftstätigkeit lassen wir uns nicht nur von ökonomischen, sondern auch von ökologischen und sozialen Kriterien leiten. So haben wir uns 2010 mit dem Beitritt zum Global Compact der Vereinten Nationen verpflichtet, unsere Geschäftstätigkeit an zehn universellen Prinzipien aus den ­Bereichen Menschenrechte, Arbeitsumgebung, Umweltschutz und Korruptions­bekämpfung auszurichten.

Inzwischen haben sich mehr als 13.000 Unternehmen und Organisationen an der Initiative der Vereinten Nationen beteiligt, darunter viele unserer Kunden und Geschäftspartner. Von unseren Lieferanten erwarten wir, dass sie sich ebenso wie wir zu den zehn Prinzipien des Global Compact bekennen und die definierten Regeln einhalten.

In unseren Geschäftsbeziehungen legen wir großen Wert auf das integre Verhalten unserer Mitarbeiter. Diese schulen wir regelmäßig, um sie bei ihrer regel- und gesetzeskonformen Arbeit zu unterstützen. Unsere bestehenden Richtlinien haben wir 2015 durch eine konzernweit gültige Geschäftspartner-­Risikoanalyse ergänzt. Sie kommt zum Einsatz, sobald ein Dritter Leistungen für oder im Namen von KSB erbringt. Dazu zählen beispielsweise Handelsvertreter, Berater, Lieferanten und Subunternehmer. Die Analyse ermöglicht es, bestimmte Risiken bereits im Vorfeld geschäftlicher Beziehungen zu erkennen.

KSB verbindet den ökonomischen Erfolg traditionell mit dem Einsatz für das Gemeinwohl, was finanzielle Zuwendungen an gesellschaftlich relevante Organisationen einschließt. Um dabei eine Bündelung unserer Aktivitäten und eine hohe Transparenz zu erreichen, haben wir im Berichtsjahr unsere Spendenrichtlinie überarbeitet. Diese Richtschnur regelt verbindlich, für welche Zwecke und unter welchen Voraussetzungen wir uns finanziell oder mit Sachspenden engagieren.

BILDUNG SCHAFFT ZUKUNFT

Durch unser gemeinnütziges Engagement wollen wir zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung beitragen. Ein Schwerpunkt unserer sozialen Aktivitäten liegt auf der Bildung.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigen innovative Unternehmen auch in Zukunft qualifizierte Fachkräfte. Deshalb liegt uns die naturwissenschaftlich-technische Ausbildung junger Menschen besonders am Herzen. So engagiert sich KSB als Gründungsmitglied der „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V.“ in einer Bildungsinitiative. Seit 2005 haben wir 22 Bildungspartnerschaften mit Kindergärten und Schulen vereinbart. Ziel ist es, Kinder frühzeitig für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Wir stellen dazu Lernmittel für Experimente und praktische Übungen zur Verfügung und bilden Lehrer aus, diese entsprechend einzusetzen. Dar­über hinaus unterstützen wir ein Erzählprojekt, das die frühkindliche Sprachentwicklung fördert.

KSB pflegt auch einen intensiven Kontakt zu Hochschulen. Wissenschaftliche Nachwuchskräfte besuchen unsere Standorte, um Einblicke in die Praxis eines Maschinenbauunternehmens zu erhalten. Studenten können bei uns ihre Abschlussarbeiten anfertigen und als Praktikanten und Werkstudenten tätig sein.

Zum dritten Mal richtete KSB in der Frankenthaler Konzernzentrale den Regionalwettbewerb von „Schüler experimen­tieren – Jugend forscht“ aus, der größten europäischen Veranstaltung dieser Art. In der Region Oberfranken unterstützten wir diesen Wettbewerb erneut als Kooperationspartner.

In Indien haben wir eine Schule mit einem naturwissenschaftlichen Labor ausgestattet. Dort engagieren wir uns auch für ein Weiterbildungsprojekt für Frauen aus ländlichen Gebieten, damit diese ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können.

Die Einreise von etwa einer Million Migranten im Jahr 2015 stellt Deutschland vor große Herausforderungen. Die Inte­gration dieser Menschen kann nur gelingen, wenn diese schnell die Sprache ihres Gastlandes erwerben. Auch bei den Jüngsten helfen gute Deutschkenntnisse, im neuen sozialen Umfeld Kontakte zu knüpfen. Deshalb stand dieses wichtige Thema im Mittelpunkt unserer Weihnachtsspendenaktion. Mit 40.000 Euro unterstützten wir an unseren drei größten deutschen Produktionsstandorten verschiedene Organisationen und Projekte, die sich für Flüchtlingskinder engagieren. So fördern wir Sprachkurse und Sportpatenschaften, damit ­junge Menschen schneller ihren Weg in die Gesellschaft finden.

Besonders stolz sind wir auf das Engagement unserer Auszubildenden. Am Standort Halle hat der KSB-Nachwuchs in ­Eigenregie Willkommenspäckchen für Flüchtlinge gepackt, um sie nach ihrer Ankunft mit dem Nötigsten auszustatten.

FÜR EIN FUNKTIONIERENDES MITEINANDER

In Indien förderten wir zehn Projekte unweit unserer dortigen Standorte. Für eine Hilfsorganisation, die sich um die medi­zinische Versorgung, die Ausbildung und die Rehabilitation misshandelter Frauen und ihrer Kinder kümmert, spendeten wir Fahrzeuge. Diese ermöglichen beispielsweise Transporte in Krankenhäuser. Eine Einrichtung für gehandikapte Kinder statteten wir mit einem behindertengerechten Klassenzimmer aus. In einem ländlichen Dorf bauten wir Toilettenanlagen, um die hygienischen Bedingungen zu verbessern. Jährlich finanzieren wir in Indien auch die Unterhaltskosten von Kindern in mehreren sozialen Einrichtungen.

Unsere Mitarbeiter engagieren sich weltweit in sozialen Projekten. So sammelten unsere Beschäftigten in Malaysia Kleidung, Spielzeug und Bücher für bedürftige Bewohner eines abgelegenen Dorfes. KSB-Angestellte aus Singapur begleiteten einen Tag lang behinderte Kinder, um gemeinsam einen Feiertag zu begehen. In Großbritannien spendete KSB die Einnahmen des Recyclings von IT-Equipment und Mobiltelefonen für eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich für Kinder einsetzt.

Für ein ganz besonderes Projekt engagieren sich unsere Mitarbeiter in Australien. Regelmäßig bereiten sie ehrenamtlich im „Frühstücksbus“ eine kostenlose Mahlzeit für Obdachlose und sozial Benachteiligte zu. An diesem gemeinnützigen Projekt nehmen mehrere lokale Unternehmen teil.

SICHER UND GESUND BEI DER ARBEIT

Als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen achten wir auf die Gesundheit und die Sicherheit unserer Mitarbeiter. Deshalb ergreifen wir Maßnahmen, um Unfällen und gesundheitlichen Schäden vorzubeugen. Um die Risiken zu mini­mieren, setzen wir konsequent auf Prävention. Im Jahr 2015 führten wir in Deutschland ein E-Learning zur Arbeitssicherheit im Büro durch. Mehr als 1.700 Teilnehmer lernten dabei potenzielle Gefahrenquellen und das richtige Verhalten im Notfall kennen. Darüber hinaus eigneten sie sich das Wissen über Schutzmaßnahmen an, etwa zur Brandverhütung.

Um die Sicherheit unserer gewerblichen Mitarbeiter zu gewährleisten, veranstalten wir regelmäßig entsprechende Schulungen. Damit wollen wir Unfälle verhüten, die mit dem ­Arbeitsablauf zusammenhängen. In produzierenden Unternehmen kommen hin und wieder auch mögliche Gefahrstoffe zum Einsatz. Hier ist es unser Ziel, Unfälle bereits im Vorfeld zu vermeiden. In Brasilien haben wir ein Expertenteam gebildet, um die Gefahren im Umgang mit brennbaren Produkten und Materialien in der Fertigung zu verringern.

KSB legt großen Wert auf ein funktionierendes Gesundheitsmanagement. Denn nur wer körperlich und mental fit ist, kann für unsere Kunden die beste Leistung erbringen. Neben der arbeitsmedizinischen Vorsorge haben wir auch 2015 im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements wieder Informationsveranstaltungen, beispielsweise zur Früherkennung von Diabetes, und Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland angeboten. Mitarbeiter ab 50 Jahren konnten sich gründ­lich untersuchen lassen. Der Arzt schätzte beispielsweise das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein und beriet, wie es sich verringern lässt. Um Hautkrebs rechtzeitig zu erkennen, fanden an drei Standorten 240 dermatologische Untersuchungen eines Facharztes statt. Dieses Hautscreening wollen wir wegen der großen Nachfrage 2016 wiederholen. An der ­Grippeschutzimpfung beteiligten sich rund 400 Mitarbeiter. Etwa 150 KSB-Nutzer zählt ein PC-gestütztes Gesundheitsprogramm für Büroarbeitsplätze. Die Teilnehmer unterbrechen mehrmals täglich kurz ihre Arbeit, um verschiedene Übungen für den Rücken und die Augen zu machen.

In Österreich finden regelmäßig Befragungsaktionen in der Belegschaft statt. Über einen standardisierten Fragebogen lassen sich Risiken für die körperliche und psychische Gesundheit ermitteln. Daraus resultieren Maßnahmen, um Langzeiterkrankungen wie dem Burnout-Syndrom vorzubeugen.

Eine unserer US-amerikanischen Gesellschaften führte 2015 eine ergonomische Analyse aller Arbeitsplätze durch. Ziel war es, Verletzungen durch Fehlhaltungen zu erkennen und zu korrigieren.

EINSPARPOTENZIALE ­ERMITTELT

Alle unsere Produktionsprozesse richten wir danach aus, möglichst umweltschonend zu fertigen. So verringern wir kontinuierlich den Verbrauch von Rohstoffen und Energie. Im ­Berichtsjahr haben wir an allen größeren europäischen Standorten sogenannte Energieaudits durchgeführt, um Einspar­potenziale zu erkennen. Die Ergebnisse dieser Analysen zeigten, wie sich durch geeignete Sanierungsmaßnahmen und ein verändertes Nutzerverhalten unser Energieverbrauch senken lässt.

In Pegnitz haben wir 2015 die Heizzentrale modernisiert und in diesem Zuge ein Blockheizkraftwerk eingebaut. Dadurch sparen wir einen Teil der bisher benötigten Energie zur Wärmeversorgung ein und stellen für den Bedarf unseres dortigen Werks elektrische Energie bereit. Jährlich können wir unseren Stromeinkauf so um etwa 2,4 Millionen Kilowattstunden ­reduzieren.

Den Energieverbrauch unserer Standorte senken wir, indem wir weltweit auf Hocheffizienzleuchten setzen. Im Berichtsjahr tauschten wir beispielsweise in Argentinien, Indien, Südkorea und den USA konventionelle Leuchtmittel gegen energieeffi­zientere Modelle aus. Darüber hinaus installierten wir sensorgesteuerte Beleuchtungen.

Unsere Mitarbeiter arbeiten konzernweit eng zusammen und müssen sich daher häufig in Besprechungen abstimmen. Wo immer es möglich ist, vermeiden wir Geschäftsreisen und nutzen unser internationales Videokonferenz-Netzwerk. Kontinuierlich bauen wir es aus, um umweltfreundlich zu kommunizieren. Im Jahr 2015 richteten wir sieben neue Videokonferenzräume ein, sodass wir heute 67 dieser Kommunikationseinrichtungen in 23 Ländern betreiben. Dazu kommen 140 Mitarbeiter, die ein individuelles Videosystem auf ihren Rechnern nutzen. Im vergangenen Jahr gab es bei KSB insgesamt rund 15.000 Bildschirmkonferenzen.

Weltweit setzen wir auf verbindliche Zertifizierungen, um ­einheitliche Umweltstandards zu schaffen. Im Jahr 2015 haben wir Standorte in Deutschland, Spanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten nach der international anerkannten Norm ISO 14001 zertifizieren lassen.

Produzierende Unternehmen verursachen Abfall. Damit wir die Belastungen für die Umwelt möglichst gering halten, versuchen wir den Einsatz gefährlicher Stoffe auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Darüber hinaus arbeiten wir daran, alle verwendeten Materialien wiederzuverwerten und wenig bis gar keinen Abfall mehr zu produzieren. In Spanien haben wir 2015 ein Projekt gestartet, mit dem wir den Verbrauch von Lösungsmitteln bis 2018 jährlich um 15 Prozent reduzieren.

Bei der Modernisierung bestehender Anlagen achten wir darauf, modernste Umwelttechnologien einzusetzen. Gleiches gilt für den Austausch von Maschinen und Geräten, die wir durch energieeffizientere Fabrikate ersetzen.

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