I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN

Die KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal/Pfalz (im Folgenden KSB AG genannt), ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein unter der Nummer HRB 21016 eingetragen und hat ihren Firmensitz in Frankenthal/Pfalz, Deutschland.

Im Vorjahr wurden die KSB AG und deren Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, einbezogen. Die Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Bekanntmachung erfolgt im Bundesanzeiger.

Der KSB Konzern ist weltweiter Anbieter von qualitativ hochwertigen Pumpen und Armaturen sowie zugehörigen Systemen. Den Anwendern dieser Produkte steht darüber hinaus ein breites Serviceangebot zur Verfügung. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Segmente aufgeteilt: Pumpen, Armaturen und Service.

Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss der KSB AG wurde nach den International Financial ­Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei haben wir das Rahmenkonzept sowie sämtliche für den Konzern relevanten und am Bilanzstichtag gültigen und von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommenen Standards sowie die Interpretationen des IFRS Interpretations ­Committee angewendet. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Somit steht der Konzernabschluss der KSB AG in Einklang mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss wurde unter der Going-Concern-Prämisse gemäß IAS 1.25 aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie bei der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Darüber hinaus bewerten wir unsere Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode.

Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Alle wesentlichen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind gesondert dargestellt und in diesem Anhang erläutert.

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Konzernabschluss und -lagebericht werden wie auch der Jahresabschluss und Lagebericht der Muttergesellschaft beim Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.

Der vorliegende Konzernabschluss, der vom Aufsichtsrat voraussichtlich am 23. März 2016 gebilligt wird, wurde vom Vorstand am 17. März 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

a) Im Geschäftsjahr 2015 erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Die folgenden neuen sowie überarbeiteten Standards des International Accounting Standards Boards (IASB) sowie die neue Interpretation des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) waren erstmalig für das Geschäftsjahr 2015 anzuwenden:

Tabelle anzeigen
IFRS-Verlautbarung Verabschiedung Veröffentlichung im EU Amtsblatt EU- Erst­anwendung
IFRIC 21 „Abgaben“ 13.06.2014 14.06.2014 17.06.2014
Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (2011 bis 2013) 18.12.2014 19.12.2014 01.01.2015

Die Interpretation IFRIC 21 „Abgaben“ beschäftigt sich mit der Fragestellung der Bilanzierung öffentlicher Abgaben und klärt insbesondere, wann diese Verpflichtungen zur Zahlung als Verbindlichkeiten beziehungsweise Rückstellungen zu erfassen sind.

Die Anwendung dieser Interpretation sowie die jährlichen Verbesserungen an den IFRS (2011 bis 2013) hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

b) Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungs­vorschriften

Die folgenden Standards und Überarbeitungen von Standards waren noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden im Geschäftsjahr 2015 nicht berücksichtigt:

Tabelle anzeigen
IFRS-Verlautbarung Verabschiedung Veröffentlichung im EU-Amtsblatt EU-Erst­anwendung
IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ 17.12.2014 09.01.2015 01.02.2015
Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (2010 bis 2012) 17.12.2014 09.01.2015 01.02.2015
Verbesserungen der International Financial Reporting ­Standards (2012 bis 2014) 15.12.2015 16.12.2015 01.01.2016
IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ 18.12.2014 19.12.2015 01.01.2016
IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ und IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ 11.09.2014 offen offen
IFRS 10 „Konzernabschlüsse“, IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“ und IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ 18.12.2014 vorauss. Q2/2016 01.01.2016
IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ 24.11.2015 25.11.2015 01.01.2016
IFRS 14 „Regulatorische Abgrenzungsposten“ 30.01.2014 offen 01.01.2016
IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 38 „Immaterielle ­Vermögenswerte“ 02.12.2015 03.12.2015 01.01.2016
IAS 27 „Einzelabschlüsse“ 18.12.2015 23.12.2015 01.01.2016
IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 41 „Landwirtschaft“ 23.11.2015 24.11.2015 01.01.2016
IAS 12 „Ertragsteuern“ 19.01.2016 vorauss. Q4/2016 01.01.2017
IAS 7 „Kapitalflussrechnung“ 29.01.2016 vorauss. Q4/2016 01.01.2017
IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ 11.09.2015 vorauss. Q2/2016 01.01.2018
IFRS 9 „Finanzinstrumente“ 24.07.2014 vorauss. H2/2016 01.01.2018
IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ 13.01.2016 offen 01.01.2019

Die Anpassung des IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ fügt ein Wahlrecht in Bezug auf die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen, an denen sich Arbeitnehmer (oder Dritte) durch verpflichtende Beiträge beteiligen, in den Standard ein.

Mit der Änderung des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ soll der IFRS-Abschluss von unwesentlichen Informationen entlastet und somit das Konzept der Wesentlichkeit hervorgehoben werden.

Die Änderungen an IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ und IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ beheben eine Inkonsistenz zwischen den Vorschriften der genannten Standards bezüglich des Falls der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen beziehungsweise der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen. Zukünftig ist der Gewinn und Verlust, der aus dem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen entsteht, das in ein Gemeinschaftsunternehmen oder ein assoziiertes Unternehmen eingebracht wird, in voller Höhe beim Investor zu erfassen, wenn die Transaktion einen Geschäftsbetrieb (business) im Sinne des IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ betrifft. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig.

Der Änderungsstandard „Investmentgesellschaften – Anwendung der Konsolidierungsausnahme“ zu IFRS 10 „Konzernabschlüsse“, IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen ­Unternehmen“ und IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ stellt klar, dass die Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzern­abschlusses auch für Mutterunternehmen gilt, die selbst Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft sind.

Die Änderung an IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ stellt klar, dass Erwerbe und Hinzuerwerbe von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen, nach den Prinzipien für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen des IFRS 3 und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren sind, soweit diese nicht in Konflikt mit Regelungen des IFRS 11 stehen.

Durch die Regelungen des IFRS 14 „Regulatorische Abgrenzungsposten“ wird es Unternehmen, die erstmals einen IFRS-Abschluss aufstellen, ermöglicht, die im Zusammenhang mit preisregulierten Tätigkeiten angesetzten Abgrenzungsposten ebenfalls im IFRS-Abschluss beizubehalten.

Mit der Änderung des IAS 16 „Sachanlagen“ und des IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ werden weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung gestellt. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen zulässig.

Durch die Änderungen an IAS 27 „Einzelabschlüsse“ können Beteiligungen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen im IFRS-Einzelabschluss künftig auch nach der Equity-Methode bilanziert werden.

Die Änderungen an IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 41 „Landwirtschaft“ betreffen die Bilanzierung sogenannter produzierender Pflanzen.

Die Änderung an IAS 12 „Ertragsteuern“ stellt klar, dass Abwertungen auf einen niedrigeren Marktwert von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, welche aus einer Veränderung des Marktzinsniveaus resultieren, zu abzugsfähigen temporären Differenzen führen. Außerdem wurden zur Klarstellung Regeln und Beispiele ergänzt, wie das künftige zu versteuernde Einkommen für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern zu ermitteln ist.

Die Änderung an IAS 7 „Kapitalflussrechnung“ hat die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern.

IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ verfolgt das Ziel Prinzipien vorzugeben, auf deren Basis ein Unternehmen über Erlöse und Zahlungsströme aus Verträgen mit Kunden hinsichtlich der Art, des Betrags, des Zeitpunkts und der Unsicherheit informiert. Umsatzerlöse sind nicht mehr mit der Übertragung wesentlicher Chancen und Risiken zu realisieren, sondern künftig dann, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Die Regelungen und Definitionen des IFRS 15 ersetzen künftig sowohl die Inhalte des IAS 18 „Umsatzerlöse“ als auch des IAS 11 „Fertigungsaufträge“.

IFRS 9 „Finanzinstrumente“ enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Finanzielle Vermögenswerte werden auf Basis ihrer Zahlungsstrom­eigenschaften und des Geschäftsmodells, nach dem sie gesteuert werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei der Erfassung von Wertminderungen stellt IFRS 9 im Gegensatz zu den bisherigen Regelungen nicht auf bereits eingetretene, sondern auf erwartete Verluste ab, um eine angemessene Risikovorsorge sicherzustellen. Außerdem wird die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen neu geregelt, um die Darstellung der Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens zu verbessern.

IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen im Abschluss von Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren.

Grundsätzlich verzichten wir auf eine freiwillige vorzeitige Anwendung der zuvor genannten neuen oder geänderten Standards. Die Auswirkungen der Standards IFRS 9 „Finanzinstrumente“, IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ und IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Anhangangaben werden derzeit im KSB Konzern geprüft.

Anpassungen nach IAS 8

Anpassungen (eigenkapitalwirksam)

Aufgrund geschriebener Put-Optionen haben Mitgesellschafter der KSB Mörck AB, Göteborg (Schweden), das Recht, Minderheitenanteile an die KSB AG anzudienen, d. h. es besteht für die KSB AG eine vertragliche Verpflichtung, bei entsprechender Ausübung eigene Eigenkapital­instrumente gegen Abgabe von flüssigen Mitteln zu kaufen. Hierfür ist eine finanzielle Verbindlichkeit (sog. synthetische Verbindlichkeit) nach IAS 32.23 anzusetzen, die bislang nicht bilanziert war. Zum Zeitpunkt des Entstehens der Put-Option und auch derzeit ist in den IFRS nicht eindeutig geregelt, welcher Teil des Eigenkapitals im Zeitpunkt der Erfassung der Verbindlichkeit aus geschriebenen Put-Optionen anzusprechen ist. Eine Vorgehensweise besteht darin, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung der Optionen, eine Abbildung unter der Annahme eines bereits erfolgten (fiktiven) Erwerbs der nicht beherrschenden Anteile durch den beherrschenden Anteilseigner vorzunehmen (sog. antizipierte Erwerbsmethode). Für die von der Option umfassten Eigenkapitalanteile werden keine Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ausgewiesen. Die KSB AG wendet die antizipierte Erwerbsmethode an.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2015 führte der KSB Konzern eine Überprüfung der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer durch, was für zwei Gesellschaften zu wesentlichen Anpassungen führte. Mit der erstmaligen Anwendung des IAS 19 revised im Geschäftsjahr 2013 erfolgte die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne / Verluste rückwirkend erfolgsneutral im Eigenkapital. Unsere indische Gesellschaft KSB Pumps Limited bilanzierte diese allerdings weiterhin nach lokalem Recht erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, ohne eine Anpassung gemäß IAS 19 revised vorzunehmen. Dies führte rückwirkend zu einer Umgliederung im Eigenkapital zwischen den „Neubewertungen leistungsorientierter Versorgungspläne“ und den „anderen Gewinnrücklagen“ sowie zu einer Korrektur der gesonderten Gewinn- und Verlustrechnung. Die eingehende Prüfung des Versorgungsplans unserer französischen Gesellschaft KSB S.A.S. ergab, dass dieser gemäß IAS 19 als leistungsorientierter Plan einzuordnen ist. Das in Frankreich geltende Wahlrecht zur Bilanzierung von Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer ist gemäß IAS 19 revised nicht zulässig. Während die nach lokalem Recht gewählten Berechnungsparameter zu einer Deckungsgleichheit zwischen Planvermögen und Verpflichtung führten, ergab eine Neuberechnung mit Parametern gemäß IAS 19 revised einen Verpflichtungsüberschuss. Es erfolgte eine rückwirkende Passivierung in den „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ und zusätzlich auch hier eine Umgliederung im Eigenkapital, zur erstmaligen Erfassung der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne / Verluste unter den „Neubewertungen leistungsorientierter Versorgungspläne“.

Umgliederungen

In diesem Zusammenhang haben wir, vor allem um die Transparenz unseres Abschlusses zu verbessern, bei der Darstellung der Bilanz teilweise Umgliederungen freiwillig vorgenommen, die nachfolgend näher erläutert werden. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

Die Position in der Bilanz „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“ sowie die zugehörigen Anhangangaben wurden für diesen Konzernjahresabschluss erstmalig in „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und PoC“, „Sonstige finanzielle Vermögenswerte“ und „Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte“ aufgegliedert. Daneben wurden die in der Bilanz dargestellten Verbindlichkeiten sowie die zugehörigen Anhangangaben erstmalig in „Finanzschulden“, „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“, „Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten“, „Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten“ und „Ertragsteuerschulden“ aufgeteilt. Diese Anpassungen hatten keinen Einfluss auf die Bilanzsumme.

In der Übersicht der Zusammensetzung der Rückstellungen (Anhang Nr. 9) wurden folgende Anpassungen zum 31. Dezember 2014 vorgenommen:

  • Der bisher als langfristige Rückstellung ausgewiesene Anteil der Garantieverpflichtungen und Pönalien in Höhe von 15.121 T€ wurde in kurzfristige Rückstellungen umgegliedert.
  • Resturlaubs- und Urlaubsgeldansprüche wurden in Höhe von 23.201 T€ bei den kurzfristigen übrigen Leistungen an Arbeitnehmer entnommen und in die kurzfristigen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und gegen Mitarbeiter (Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten) umgegliedert.
  • Aufgrund der erstmaligen separaten Darstellung der „Ertragsteuerschulden“ wurden die kurzfristigen Ertragsteuerrückstellungen in kurzfristige Ertragsteuerschulden in Höhe von 3.304 T€ umgegliedert. Die Sonstigen Steuerrückstellungen in Höhe von 854 T€ wurden in die Sonstigen übrigen Rückstellungen integriert.

Die bisher unter den „Flüssigen Mitteln“ ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente überschritten teilweise eine Restlaufzeit von drei Monaten. Diese (154.121 T€) wurden in die „Sonstigen finanziellen Vermögenswerte“ umgegliedert und die Bilanzposition wurde in „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ umbenannt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt sämtliche zuvor beschriebenen Anpassungen. Darüber hinaus werden diese im Folgenden mit einer Fußnote kenntlich gemacht:

Tabelle anzeigen
AKTIVA Veröffentlicht 1.1.2014 Pensionen Kaufpreis­verbindlichkeit Umgliederungen Angepasst 1.1.2014
Langfristiges Vermögen 630.845 630.845
Immaterielle Vermögenswerte 111.302 111.302
Sachanlagen 442.861 442.861
Finanzielle Vermögenswerte 10.432 10.432
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 26.617 26.617
Aktive latente Steuern 39.633 39.633
Kurzfristiges Vermögen 1.520.615 1.520.615
Vorräte 423.848 423.848
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und PoC 577.349 577.349
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 35.601 138.246 173.847
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 31.194 31.194
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 451.438 – 138.246 313.192
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.185 1.185
Tabelle anzeigen
PASSIVA Veröffentlicht 1.1.2014 Pensionen Kaufpreis­verbindlichkeit Umgliederungen Angepasst 1.1.2014
Eigenkapital 844.494 – 4.232 – 3.257 837.005
Eigenkapital der Aktionäre der KSB AG 730.254 – 3.647 – 789 725.818
Nicht beherrschende Anteile 114.240 – 585 – 2.468 111.187
 
Langfristige Schulden 648.753 4.664 – 14.390 639.027
Passive latente Steuern 15.499 – 2.212 13.287
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 412.870 6.876 419.746
Sonstige Rückstellungen 15.402 – 14.390 1.012
Finanzschulden 204.982 204.982
 
Kurzfristige Schulden 658.213 – 432 3.257 14.390 675.428
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 109.285 – 392 - – 22.875 86.018
Sonstige Rückstellungen 70.010 11.038 81.048
Finanzschulden 61.773 61.773
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 204.766 204.766
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 84.526 – 40 3.257 87.743
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 127.853 22.875 150.728
Ertragsteuerschulden 3.352 3.352
Zur Veräußerung gehaltene Schulden
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AKTIVA Veröffentlicht 31.12.2014 Pensionen Kaufpreis­verbindlichkeit Umgliederungen Angepasst 31.12.2014
Langfristiges Vermögen 709.229 194 709.423
Immaterielle Vermögenswerte 111.441 111.441
Sachanlagen 475.808 475.808
Finanzielle Vermögenswerte 7.320 7.320
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 28.001 28.001
Aktive latente Steuern 86.659 194 86.853
 
Kurzfristiges Vermögen 1.568.482 1.568.482
Vorräte 449.826 449.826
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und PoC 614.201 614.201
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 36.039 154.121 190.160
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 33.509 33.509
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 432.673 – 154.121 278.552
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2.234 2.234
Tabelle anzeigen
PASSIVA Veröffentlicht 31.12.2014 Pensionen Kaufpreis­verbindlichkeit Umgliederungen Angepasst 31.12.2014
Eigenkapital 829.208 – 6.176 – 3.328 819.704
Eigenkapital der Aktionäre der KSB AG 696.489 – 5.412 – 1.124 689.953
Nicht beherrschende Anteile 132.719 – 764 – 2.204 129.751
 
Langfristige Schulden 720.265 6.878 – 15.121 712.022
Passive latente Steuern 15.058 – 3.034 12.024
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 529.526 9.912 539.438
Sonstige Rückstellungen 16.254 – 15.121 1.133
Finanzschulden 159.427 159.427
 
Kurzfristige Schulden 728.238 – 508 3.328 15.121 746.179
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 99.060 – 468 – 23.201 75.391
Sonstige Rückstellungen 84.846 11.817 96.663
Finanzschulden 93.524 93.524
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 211.723 211.723
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 97.141 – 40 3.328 100.429
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 141.735 23.201 164.936
Ertragsteuerschulden 3.304 3.304
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 209 209

Zum 1. Januar 2014 veränderte sich das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital in Bezug auf die Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne um – 3.551 T€ sowie die Währungsumrechnungsdifferenzen um – 23 T€. Auf die Anderen Gewinnrücklagen entfielen – 862 T€. Die Veränderung im Sonstigen Ergebnis bei den Nicht beherrschenden Anteilen zum 1. Januar 2014 betrug – 3.053 T€.

Die Auswirkungen dieser Anpassungen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern beträgt zum 31. Dezember 2014 insgesamt + 131 T€ (davon Personalaufwand + 629 T€, Finanzaufwendungen – 387 T€ und davon Steuern vom Einkommen und Ertrag – 111 T€). Die Auswirkung auf die Nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis nach Ertragsteuern beliefen sich auf – 270 T€ und auf die Anteile der Aktionäre der KSB AG + 401 T€.

Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Stammaktie veränderte sich auf 21,97 € (veröffentlicht 21,74 €), das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Vorzugsaktie auf 22,23 € (veröffentlicht 22,00 €).

Innerhalb der Gesamtergebnisrechnung wurden für 2014 im Sonstigen Ergebnis in der Neu­bewertung leistungsorientierter Versorgungspläne – 3.273 T€ und korrespondierende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 1.127 T€ rückwirkend angepasst.Somit ergibt sich ein Effekt auf das Gesamtergebnis in Höhe von – 2.015 T€. Die Auswirkung auf die Nicht beherrschenden Anteile am Gesamtergebnis beliefen sich auf – 310 T€ und auf die Anteile der Aktionäre der KSB AG – 1.705 T€.

II. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der KSB AG 9 in- und 80 ausländische Gesellschaften (Vorjahr 10 in- und 86 ausländische Gesellschaften) im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Bei diesen Tochtergesellschaften, bei denen der KSB Konzern die Möglichkeit hat, diese gemäß IFRS 10 zu beherrschen, halten wir unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte.

Die thailändische Gesellschaft KSB Pumps Co. Ltd., Bangkok, und die indische Gesellschaft KSB Pumps Limited, Pimpri (Pune), sind in den Kreis der vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen trotz eines Stimmrechtsanteils von unter 50 % einbezogen, da uns das Recht zusteht, die Geschäfts- und Finanzpolitik und somit die Höhe der variablen Rückflüsse zu bestimmen.

Die wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind in den Finanziellen Vermögenswerten – Sonstige Beteiligungen ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die für den KSB Konzern wesentlichen Tochtergesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen. Der Sitz entspricht dem Land, in dem die Haupttätigkeit durchgeführt wird.

WESENTLICHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN MIT NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN
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Name und Sitz Nicht beherrschender Anteil am Kapital Auf nicht
beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis nach Ertragsteuern
Akkumulierte nicht beherrschende Anteile
in T € 2015 / 2014 31.12.2015 31.12.2014* 31.12.2015 31.12.2014*
GIW Industries, Inc., USA 49,0 % 2.780 1.427 23.738 17.982
KSB Pumps Limited, Indien 59,5 % 4.939 4.707* 49.856 43.337*
KSB America Corporation, USA 49,0 % 175 42 22.348 19.705
KSB Shanghai Pump Co. Ltd., China 20,0 % – 347 – 2.218 12.085 11.645
Einzeln unwesentliche vollkonsolidierte Tochter­gesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen 5.338 3.646* 41.596 37.082*
Gesamtsumme der nicht beherrschenden Anteile 12.885 7.604* 149.623 129.751*

* Anpassung gem. IAS 8

Die zusammengefassten Finanzinformationen hinsichtlich der wesentlichen Tochtergesellschaften des KSB Konzerns mit nicht beherrschenden Anteilen sind nachfolgend angegeben. Diese Informationen entsprechen den Beträgen der in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften vor konzerninternen Eliminierungen.

ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ
Tabelle anzeigen
GIW Industries, Inc. KSB Pumps Limited KSB America Corporation KSB Shanghai Pump Co. Ltd.
in T € / 31.12. 2015 2014 2015 2014* 2015 2014 2015 2014
Langfristige Vermögenswerte 55.351 38.888 33.981 29.778* 35.652 33.205 33.719 30.467
Kurzfristige Vermögenswerte 79.303 54.899 93.248 84.859 55.279 42.578 133.166 134.177
Langfristige Schulden – 6.812 – 4.769 – 2.473 – 2.417* – 518
Kurzfristige Schulden – 60.001 – 32.928 – 42.092 – 40.635* – 32.378 – 25.997 – 108.966 – 108.488
Nettovermögen 67.841 56.090 82.664 71.585* 58.553 49.786 57.919 55.638

* Anpassung gem. IAS 8

ZUSAMMENGEFASSTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Tabelle anzeigen
GIW Industries, Inc. KSB Pumps Limited KSB America Corporation KSB Shanghai Pump Co. Ltd.
in T € 2015 2014 2015 2014* 2015 2014 2015 2014
Umsatzerlöse 139.127 117.425 113.399 97.271 134.734 115.588
Ergebnis nach Ertragsteuern 5.673 2.912 9.391 8.668* 2.975 2.511 – 1.399 – 10.754
Sonstiges Ergebnis 6.079 6.203 4.377 6.074* 5.792 5.865 3.680 5.466
Gesamtergebnis 11.752 9.115 13.768 14.742* 8.767 8.376 2.281 – 5.288
Auf nicht beherrschende Anteile ­entfallendes Sonstiges Ergebnis 2.979 3.039 2.603 3.612* 2.838 2.874 736 1.093
Auf nicht beherrschende Anteile ­entfallendes Gesamtergebnis 5.758 4.466 8.186 8.766* 4.296 4.104 456 – 1.058
An nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividende – 1.599 – 1.149

* Anpassung gem. IAS 8

ZUSAMMENGEFASSTE KAPITALFLUSSRECHNUNG
Tabelle anzeigen
GIW Industries, Inc. KSB Pumps Limited KSB America Corporation KSB Shanghai Pump Co. Ltd.
in T € 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Cashflows aus betrieblichen ­Tätigkeiten – 3.562 10.522 15.749 4.341 3.534 2.789 5.005 – 1.709
Cashflows aus Investitionstätigkeiten – 14.594 – 18.131 – 2.082 – 2.114 – 3.375 – 1.391
Cashflows aus Finanzierungs­-tätigkeiten 18.020 7.525 – 6.698 78 – 12.556 – 9.895 – 8.619 2.019
Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente – 136 – 84 6.969 2.305 – 9.022 – 7.106 – 6.989 – 1.081
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente am Anfang der Periode 1.173 1.114 23.299 18.750 28.832 32.231 11.430 11.377
Einfluss Wechselkurs-änderungen 132 143 1.439 2.244 3.146 3.707 860 1.134
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente am Ende der Periode 1.169 1.173 31.707 23.299 22.956 28.832 5.301 11.430

Zum 1. Januar 2015 wurde die Mäntän Pumppauspalvelu Oy, Mänttä-Vilppula, auf die KSB Finland Oy, Kerava, verschmolzen. Beide finnischen Gesellschaften wurden bereits vollkonsolidiert. Daneben fand ebenfalls zum 1. Januar 2015 eine Verschmelzung zwischen der WM Teknikk AS, Ski, und der norwegischen KSB Norge AS, Ski, statt. Des Weiteren wurden die belgische KSB SERVICE VRS SA, Feluy, und die niederländische Nederlandse Pompservice (N.P.S.) B.V., Velsen-Noord, wegen Aufgabe des operativen Geschäfts entkonsolidiert. Die hieraus resultierenden Effekte auf diesen Konzernabschluss waren nicht wesentlich.

Ebenfalls zum 1. Januar 2015 erhöhte KSB seinen Anteil an der T. Smedegaard A/S, Glostrup (Dänemark), von 80 % auf 100 % zu einem Kaufpreis von gut 1 Mio. €. Die korrespondierende Kaufpreisverbindlichkeit wurde entsprechend verrechnet.

Der KSB Konzern gab die Beherrschung über die B & C Pumpenvertrieb Köln GmbH, Köln, im Februar 2015 durch Anteilsverkauf auf. Die Effekte hieraus sind der Veränderung der Bilanzpositionen „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ und „Zur Veräußerung gehaltene Schulden“ zu entnehmen. Der Einfluss auf die Ertrags-, Aufwands- und Ergebnisgrößen ist von untergeordneter Bedeutung.

Die bisher vollkonsolidierten spanischen Gesellschaften KSB AMVI, S.A., Madrid, und KSB Service Suciba, S.L.U., Loiu-Bizkaia, wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2015 mit der ebenfalls vollkonsolidierten spanischen KSB ITUR Spain S.A. mit Sitz in Zarautz verschmolzen.

Um unser Produktportfolio zu modernisieren und zu ergänzen, erwarb unsere französische Tochtergesellschaft KSB SERVICE COTUMER, mit Sitz in Déville lès Rouen, im Februar 2015 einen Geschäftsbetrieb im Segment Service. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind mit folgenden beizulegenden Zeitwerten in die Konzernbilanz eingegangen:

Tabelle anzeigen
in T € Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Langfristiges Vermögen 751
Immaterielle Vermögenswerte 539
Sachanlagen 212
 
Kurzfristiges Vermögen 250
Vorräte 250
1.001
 
Kurzfristige Schulden 1.001
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 502
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 499
1.001

Der Kaufpreis beläuft sich auf 0,4 Mio. €. Der beizulegende Zeitwert der Immateriellen Vermögenswerte enthält 40 T€ für Konzessionen und Lizenzen. Der beizulegende Zeitwert der Sachanlagen entfällt mit einem Betrag von 134 T€ auf Grundstücke und Bauten sowie mit 78 T€ auf Technische Anlagen und Maschinen. Der aus der Transaktion entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 499 T€.

Seit dem Übernahmezeitpunkt trug die KSB SERVICE COTUMER Umsatzerlöse in Höhe von knapp 12 Mio. € zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Für das gesamte Geschäftsjahr hätte sie etwa 13 Mio. € Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Anteil am Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern für den Zeitraum der Konsolidierung betrug – 0,4 Mio. €, für das gesamte Geschäftsjahr wären es ebenfalls etwa – 0,4 Mio. € gewesen.

Die dem KSB Konzern durch den Unternehmenszusammenschluss entstandenen Kosten (vor allem für Rechtsberatungsgebühren) betragen weniger als 0,1 Mio. €. Sie sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den „Anderen Aufwendungen - Verwaltungsaufwand“ erfasst.

Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz des KSB Konzerns ist am Ende dieses Konzernanhangs aufgeführt.

Konsolidierungsmethoden

Im Rahmen der Konsolidierung werden Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle vollständig eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischenergebnisse im Anlage- und Vorratsvermögen eliminiert. Ebenso werden konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet.

Die Kapitalkonsolidierung folgt der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durch Verrechnung der Anschaffungskosten für die Anteile des Tochterunternehmens mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden neubewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs.

Soweit ein durch die Anwendung der Erwerbsmethode entstandener Geschäfts- oder Firmenwert in einer von der funktionalen Währung des KSB Konzerns abweichenden Währung ­dotiert, wird er mit dem jeweils aktuellen Stichtagskurs bewertet. Der Ausweis des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt unter den Immateriellen Vermögenswerten und wird ­mindestens einmal jährlich einem Test der Werthaltigkeit unterzogen. Wird hierbei eine Wertminderung festgestellt, erfolgt die Erfassung des Wertminderungsaufwands. Negative Unterschiedsbeträge werden nach zuvor erfolgter kritischer Überprüfung (reassessment) im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst.

Eigenkapitalanteile, die nicht der KSB AG zuzurechnen sind, werden unter den nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Darstellung in diesem Bericht erfolgt in T€ basierend auf den kaufmännischen Rundungsregelungen.

Die Währungsumrechnung richtet sich nach der funktionalen Währung der einbezogenen Gesellschaften. Die funktionale Währung ist wie im Vorjahr ausschließlich die jeweilige Landeswährung der Gesellschaft, da dort das Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betrieben wird.

In den einzelnen Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Bei monetären Vermögenswerten und Schulden ist für die Folgebewertung der Kurs am Bilanzstichtag maßgeblich. Die Bewertungseffekte werden erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasst.

Bei der Umrechnung der nicht in Euro aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs umgerechnet, die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung zu Durchschnittskursen (modifizierte Stichtagskursmethode). Effekte aus der Währungsumrechnung der Vermögens- und Schuldposten gegenüber der Umrechnung im Vorjahr sind ergebnisneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst und in den „Währungsumrechnungsdifferenzen“ im Eigenkapital ausgewiesen. Sie belaufen sich auf – 69.994 T€ (Vorjahr – 71.152 T€). Der Einfluss aus der ergebnisneutralen Währungsumrechnung bei Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanziellen Vermögenswerten beträgt 4.935  T€ (Vorjahr 19.639 T€).

Die Wechselkurse unserer wichtigsten Währungen zu einem Euro betragen:

Tabelle anzeigen
Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2015 31.12.2014 2015 2014
US-Dollar 1,0887 1,2141 1,1099 1,3289
Brasilianischer Real 4,3117 3,2207 3,6934 3,1235
Indische Rupie 72,0215 76,7190 71,1886 81,0825
Chinesischer Yuan 7,0608 7,5358 6,9748 8,1890
III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Anschaffungskosten beinhalten neben dem Anschaffungspreis auch Nebenkosten (sofern es sich nicht um einen Unternehmenserwerb handelt) und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen setzen wir ab.

Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungskosten die fertigungsbezogenen Verwaltungskosten. Allgemeine Verwaltungskosten und Vertriebskosten werden nicht aktiviert.

Fremdkapitalkosten im Sinne des IAS 23, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden ab 2009 aktiviert. Wie im Vorjahr sind im Geschäftsjahr keine derartigen Fremdkapitalkosten angefallen.

Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmen oder bei Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würden. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist.

Hinsichtlich der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte hat der KSB Konzern ein Kontrollrahmenkonzept festgelegt. Dazu gehört ein Bewertungsteam, das die allgemeine Verantwortung für die Überwachung aller wesentlichen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert trägt und wesentliche Sachverhalte direkt an das Management und gegebenenfalls dem Prüfungsausschuss berichtet. Bei der Wertermittlung orientieren wir uns, wo immer möglich, an Einschätzungen der Marktteilnehmer oder daraus abgeleiteten Einschätzungen. In einem ersten Schritt prüfen wir regelmäßig, inwieweit aktuelle Preise auf aktiven Märkten für eine identische Transaktion vorliegen. Sollten keine notierten Marktpreise verfügbar sein, nutzen wir bevorzugt den marktbasierten Ansatz (Ableitung des Zeitwertes aus Markt- oder Transaktionspreisen vergleichbarer Vermögenswerte, zum Beispiel Multiplikatoren) oder den einkommensbasierten Ansatz (Ermittlung des Zeitwertes als Zukunftswert über die Diskontierung zukünftiger Zahlungsmittelüberschüsse).

Basierend auf den in den Bewertungsverfahren verwendeten Inputfaktoren werden beizulegende Zeitwerte in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet.

  • Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden
  • Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten ­notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt als Preis oder indirekt als Ableitung von Preisen beobachten lassen
  • Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

Sofern Inputfaktoren unterschiedlicher Stufen in die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert einfließen, ist die Bewertung in ihrer Gesamtheit derjenigen Stufe zuzuordnen, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie erfassen wir zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Im Berichtsjahr gab es keine Umgruppierungen.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden setzen wir in der Konzernbilanz an, wenn KSB Vertragspartei eines Finanzinstruments wird. Sobald die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten auslaufen, werden diese ausgebucht. Finanzielle Verbindlichkeiten buchen wir dann aus, sobald die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, ausgelaufen oder aufgehoben sind. Grundsätzlich bilanzieren wir Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten, die zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen werden, mit dem Wert zum Erfüllungstag, lediglich derivative Finanzinstrumente werden mit dem Wert zum Handelstag bilanziert. Dies betrifft die originären Finanzinstrumente wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzforderungen als auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzschulden (jeweils gegenüber fremden Dritten sowie gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungen).

a) Originäre Finanzinstrumente

Im KSB Konzern werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden folgenden Kategorien zugeordnet:

  • Loans and Receivables (LaR) – Kredite und Forderungen Ausleihungen und finanzielle Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven Markt notieren
  • Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) – Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet werden. Verbindlichkeiten, die nicht an aktiven Märkten notieren, wie beispielsweise Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Available-for-Sale (AfS) – Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte, die keine derivativen Finanzinstrumente sind und keiner der anderen Bewertungskategorien zugeordnet werden, wie Anteile an nicht konsolidierten ­Tochtergesellschaften oder Wertpapiere

Der Kategorie „bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen“ ist kein Finanzinstrument zugeordnet.

Bei der erstmaligen Erfassung der Finanzinstrumente bilanzieren wir zum beizulegenden Zeitwert, bei LaR und FLAC unter Berücksichtigung der Transaktionskosten. Die Folgebewertung basiert für die Kategorie AfS auf dem beizulegenden Zeitwert, bei den Kategorien LaR und FLAC zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Krediten und Forderungen wird die Folgebewertung stets zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode durchgeführt. Von der Fair Value Option machen wir aktuell keinen Gebrauch. Beizulegende Zeitwerte der Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens resultieren aus auf aktiven Märkten notierten Preisen am Bilanzstichtag.

Originäre Finanzinstrumente der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ werden erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst und als „Marktwertänderung von Finanzinstrumenten“ im Eigenkapital ausgewiesen. Eine Realisierung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt bei Veräußerung oder bei nicht nur vorübergehender Wertminderung (Impairment). Bei Ausbuchung des Vermögenswerts erfolgt eine Umgliederung des kumulierten Sonstigen Ergebnisses in die Gewinn- und Verlustrechnung.

Umklassifizierungen zwischen den einzelnen Bewertungskategorien haben wir – wie im Vorjahr – nicht vorgenommen.

b) Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente setzen wir ausschließlich zu Sicherungszwecken ein. Hierbei sichern wir sowohl zukünftige Zahlungsströme als auch bereits bilanzierte Grundgeschäfte gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken (Cashflow-Hedges). Bei den eingesetzten Sicherungsinstrumenten handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen und Zinsderivate von bonitätsmäßig einwandfreien Banken. Währungsrisiken sichern wir überwiegend bei Transaktionen in US-Dollar (USD). Zinsänderungsrisiken werden bei langfristigen, variabel verzinslichen Kreditaufnahmen minimiert. Eine Konzernrichtlinie regelt den Einsatz dieser Instrumente. Weiterhin unterliegen diese Geschäfte einer ständigen Risikokontrolle.

Liegt ein Cashflow-Hedge vor, werden die Marktwertänderungen der effektiven Teile der Währungsderivate im Sonstigen Ergebnis erfasst und als „Marktwertänderung von Finanzinstrumenten“ im Eigenkapital so lange ausgewiesen, bis das dazugehörige Grundgeschäft erfolgswirksam wird.

Marktwertänderungen von Zinsderivaten zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken von Verbindlichkeiten werden im Sonstigen Ergebnis erfasst und als „Marktwertänderung von Finanzinstrumenten“ im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Bilanzansätze entsprechen dem beizulegenden Zeitwert und werden auf Basis von Inputfaktoren ermittelt, die sich entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) ergeben. Diese können positiv oder negativ sein. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Betrag, den wir bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag erhalten würden oder zahlen müssten. Dieser Betrag wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse, Zinssätze und Bonitäten der Vertragspartner ermittelt. Unsere Informationen beziehen wir ausschließlich von anerkannten externen Quellen.

Der Ausweis der Devisentermingeschäfte und Zinsswaps erfolgt in den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie in den Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Laufzeiten der verwendeten Währungsderivate liegen wie im Vorjahr größtenteils bei ein bis zwei Jahren, die der Zinsderivate bei zwei Jahren. Hierbei sind die Laufzeiten der Sicherungsinstrumente auf den Eintritt der künftigen Transaktionen abgestimmt. Nahezu alle abgesicherten künftigen Transaktionen fanden im Berichtsjahr wie geplant statt.

Immaterielle Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“ ausgewiesen. Die zugrunde gelegte wirtschaftliche Nutzungsdauer der Immateriellen Vermögenswerte – außer der Geschäfts- und Firmenwerte – beträgt zwei bis fünf Jahre. Besteht eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr, wird eine Zuschreibung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Unsere Werthaltigkeitsprüfung für die Geschäfts- oder Firmenwerte führen wir einmal jährlich durch. Diese bezieht sich auf sogenannte zahlungsmittelgenerierende Einheiten (CGUs), die bei KSB grundsätzlich den rechtlichen Einheiten entsprechen. Fallweise ist die Basis auch eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, sofern diese die unterste Ebene darstellt, auf der wir Geschäfts- oder Firmenwerte überwachen. Liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Fair Value less Cost to Sell) und Nutzungswert (Value in Use) – unter dem Buchwert der CGU, ist der Geschäfts- oder Firmenwert – und, falls erforderlich, weitere Vermögenswerte – in Höhe des Differenzbetrages im Wert zu mindern. Die Aufholung eines in früheren Perioden festgestellten Wertminderungsaufwands ist hier nicht zulässig. Daneben wird auch dann immer eine Überprüfung der Werthaltigkeit vorgenommen, wenn Ereignisse oder Umstände („triggering event“) darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte.

Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags (Nutzungswert) verwenden wir das Discounted Cashflow-Verfahren. Die angesetzten künftigen Ergebnisse (EBIT nach IFRS) haben wir einer Mehrjahresfinanzplanung (grundsätzlich maximal fünf Jahre) entnommen, deren Basis im Dezember unter Berücksichtigung der vom Management genehmigten mittelfristigen Ausrichtung für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit verabschiedet wurde. Diese Planung führten wir mit Prämissen durch, zu deren Festlegung wir uns sowohl der Prognosen externer Quellen, beispielsweise aktuelle Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (­VDMA)- Veröffentlichungen, als auch unserer erfahrungsbedingten eigenen Kenntnisse der Märkte und Wettbewerber bedienten. Dabei schreiben wir das Ergebnis des letzten Planjahres in die Zukunft als ewige Rente fort, weil wir das letzte Planjahr als für die Zukunft nachhaltig erreichbar einstufen. Wachstumsraten leiten wir unter der Berücksichtigung der Inflationsrate sowie Einschätzungen hinsichtlich der regionalen und segmentspezifischen Gegebenheiten ab.

Wird der erzielbare Betrag als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt, setzen wir basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit maximal 2 % des jeweiligen beizulegenden Zeitwertes als Veräußerungskosten an. Hinsichtlich der Wertermittlung orientieren wir uns, wo immer möglich, an Einschätzungen der Marktteilnehmer (Stufe 1) oder daraus abgeleiteten Einschätzungen (Stufe 2). Sofern keine Markteinschätzungen vorliegen, greifen wir auf erfahrungsbedingte Annahmen des Managements zurück (Stufe 3). In einem ersten Schritt prüfen wir, inwieweit aktuelle Preise auf aktiven Märkten für eine identische Transaktion vorliegen. Sollten keine notierten Marktpreise verfügbar sein, nutzen wir bevorzugt den marktbasierten Ansatz (Ableitung des Zeitwertes aus Markt- oder Transaktionspreisen vergleichbarer Vermögenswerte, zum Beispiel Multiplikatoren) oder den einkommensbasierten Ansatz (Ermittlung des Zeitwertes als Zukunftswert über die Diskontierung zukünftiger Zahlungsmittelüberschüsse).

Beim Erwerb von Unternehmen führen wir Kaufpreisallokationen durch. Dabei bestimmen wir die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden. Neben den beim Verkäufer bereits bilanzierten Vermögenswerten und Schulden würdigen wir auch marketingbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Marken und Wettbewerbsverbote), kundenbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Kundenlisten, Kundenbeziehungen und Auftragsbestand), vertragsbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen besonders vorteilhafte Dienst-, Werk-, Einkaufs- und Arbeitsverträge) sowie technologiebezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Patente, Know-how und Datenbanken). Für die Wertfindung bedienen wir uns hierbei vor allem der Residualwertmethode, der Mehrgewinnmethode sowie kostenorientierten Verfahren.

Entwicklungskosten werden als selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern die in IAS 38 beschriebenen Voraussetzungen erfüllt sind und ab dem Zeitpunkt der Aktivierung planmäßig linear abgeschrieben. Forschungskosten werden nicht aktiviert. Können Forschungs- und Entwicklungskosten innerhalb eines Projektes nicht zuverlässig voneinander getrennt werden, wird von einer Aktivierung abgesehen.

Sachanlagen

Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, bewertet. Sofern der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes unter dessen Buchwert liegt, erfolgt eine Wertminderung. Liegen Gründe für eine in früheren Perioden erfasste Wertminderung nicht mehr vor, wird eine Zuschreibung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden, soweit sie Sachanlagevermögen betreffen, in einen passivischen Ausgleichsposten eingestellt. Dieser wird planmäßig über einen definierten Nutzungszeitraum aufgelöst. Bei den aktuell bilanzierten Zuwendungen, bei denen Haltefristen zu wahren sind, gehen wir von einer Erfüllung dieser Fristen aus.

Instandhaltungsaufwendungen sind als Aufwand der Periode erfasst, sofern sie nicht zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen.

Folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern werden angesetzt:

NUTZUNgSDAUERn SACHANLAGEN
Tabelle anzeigen
Gebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre

Leasing

Ein Leasingverhältnis wird in IAS 17 als eine Vereinbarung definiert, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen Zahlung das Recht auf Nutzung eines Vermögenswertes für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Leasingtransaktionen, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen an den Leasingnehmer übergehen, werden als Finanzierungs-Leasing klassifiziert. Ansonsten sind diese Transaktionen als Operating-Leasing zu klassifizieren.

Zu zahlende Leasingraten aus operativem Leasing werden als Aufwand der Periode, in der sie anfallen, verbucht. Bei Finanzierungs-Leasing wird der Vermögenswert zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe erfolgt eine Passivierung der Leasingverbindlichkeit. Der Vermögenswert wird planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Finanzielle Vermögenswerte

Anteile an Beteiligungen bilanzieren wir zum beizulegenden Zeitwert. Verzinsliche Ausleihungen sowie Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen sind Unternehmen, bei denen die Parteien die gemeinsame Beherrschung ausüben (Gemeinschaftsunternehmen) oder die Möglichkeit besteht, einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- oder Finanzpolitik auszuüben (assoziierte Unternehmen); dies ist üblicherweise bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % gegeben. Sie werden zum Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungskosten aktiviert. Übersteigen diese Anschaffungskosten den Anteil am Nettovermögen, ergeben sich Anpassungen auf Basis des beizulegenden Zeitwertes (anteilige stille Reserven und Lasten). Der verbleibende Betrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Er ist Bestandteil des Buchwerts des Gemeinschaftsunternehmens oder des assoziierten Unternehmens und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In der Folgebewertung werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden oder sonstigen Eigenkapitalveränderungen des Gemeinschaftsunternehmens beziehungsweise des assoziierten Unternehmens erhöht oder vermindert. Sofern die lokalen Rechnungslegungsvorschriften von den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abweichen, nehmen wir entsprechende Anpassungen vor. Ergebnisanteile werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in einer separaten Position (Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen) erfasst, erfolgsneutrale Veränderungen wie beispielsweise Währungsumrechnungseffekte im Konzern-Eigenkapital. Sofern die dem KSB Konzern zuzurechnenden Verluste dem Buchwert des Unternehmens entsprechen oder diesen übersteigen, werden diese nicht erfasst, es sei denn, KSB ist Verpflichtungen eingegangen oder hat Zahlungen für das Unternehmen geleistet. Zwischengewinne und -verluste aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften und den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen werden erfolgswirksam gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Zu jedem Bilanzstichtag überprüfen wir, ob objektive Hinweise auf Wertminderungen vorliegen. Ist dies der Fall, wird der Wertberichtigungsbedarf ermittelt. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag einer Beteiligung, wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Eine Wertminderung oder Wertaufholung wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

Vorräte

Die Vorräte sind gemäß IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt mittels der gewogenen Durchschnittsmethode. Den Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, tragen wir durch Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert Rechnung. Dies gilt auch, wenn die Verkaufserlöse die Herstellungskosten zuzüglich noch anfallender Kosten nicht decken. Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, erfolgt eine Wertaufholung.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte werden aufgrund des sachlichen Bezugs und der erwarteten Realisierung dieser Anzahlungen (durch Umwandlung in Vorräte) innerhalb des normalen Geschäftszyklus ebenfalls hier ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen weisen wir als kurzfristige Verbindlichkeiten aus.

Fertigungsaufträge nach IAS 11

Für Fertigungsaufträge, die unter die Definition des IAS 11 fallen, wenden wir die Percentage-of-Completion-Methode (PoC) dem Leistungsfortschritt entsprechend an. Danach ist ein Fertigungsauftrag ein Vertrag über die kundenspezifische Fertigung einzelner Gegenstände oder einer Anzahl von Gegenständen, die hinsichtlich Design, Technologie und Funktion oder hinsichtlich ihrer Verwendung aufeinander abgestimmt oder voneinander abhängig sind. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich geschätzt werden kann, erfassen wir die Erlöse nach der Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad. Der Fertigstellungsgrad ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten. Auftragserlöse sind die vertraglich vereinbarten Erlöse und darüber hinaus erhobene Nachforderungen und Prämien, sofern diese jeweils wahrscheinlich zu Erlösen führen und verlässlich ermittelbar sind. Die Auftragserlöse können, beispielsweise aufgrund von Preisgleitklauseln, Nachverhandlungen oder Vertragsstrafen, von Periode zu Periode variieren. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden Erlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich gedeckt werden können, und die Auftragskosten in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Der Ausweis der anteiligen vertraglich fixierten Auftragserlöse abzüglich der darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen erfolgt – je nach Saldo – in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und PoC oder innerhalb der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Der Periodeneffekt ist in der Gewinn- und Verlustrechnung Bestandteil der Umsatzerlöse.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Niedrig verzinsliche oder unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Darüber hinaus berücksichtigen wir mittels Wertberichtigungskonten erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen. Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, erfolgt eine Zuschreibung.

Das Ausfallrisiko unserer Forderungen sichern wir zum Teil ab (nähere Ausführungen befinden sich im Kapitel „Finanzwirtschaftliche Risiken – Kreditrisiko“).

Die hier enthaltenen Rechnungsabgrenzungen sind Abgrenzungen für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, welche erst nach dem Bilanzstichtag Aufwand darstellen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel (Barmittel und Sichteinlagen) und Zahlungsmitteläquivalente (kurzfristige, hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen) werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein wird. Hat sich der Konzern zu einer Veräußerung verpflichtet, die mit einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen einhergeht, werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, sofern die genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Die Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen der als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern ermitteln wir gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode (Liability-Methode) auf Basis der jeweils gültigen oder für die Zukunft beschlossenen individuellen Landessteuersätze. Somit entstehen latente Steuern grundsätzlich dann, wenn sich steuerliche Wertansätze von solchen nach IFRS unterscheiden und dies zu künftigen steuerlichen Be- oder Entlastungen führt. Weiterhin aktivieren wir latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen, sofern es hinreichend wahrscheinlich ist, dass sich diese Verlustvorträge zeitnah nutzen lassen. Zusätzlich werden latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen berücksichtigt. Latente Steuern werden nicht abgezinst. Eine Saldierung von Aktiven und Passiven latenten Steuern wird immer dann vorgenommen, wenn diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Veränderungen der latenten Steuern in der Konzernbilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand beziehungsweise -ertrag. Wird ein Sachverhalt allerdings direkt im Sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, so wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß IAS 19 werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Sie basieren auf leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. Die Bewertung erfolgt mittels des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Methode).

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst und in der Position „Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne“ im Eigenkapital ausgewiesen. Die versicherungsmathematischen demografischen Annahmen sowie die Festlegung des Rechnungszinses (abgeleitet aus erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen) und anderer Bewertungsparameter (zum Beispiel Einkommens- und Rententrends) erfolgen auf Basis bestmöglicher Schätzung.

Die Nettozinsen ergeben sich aus der Multiplikation des Rechnungszinses mit der Nettoschuld (Pensionsverpflichtung abzüglich Planvermögen) oder dem Nettovermögenswert, der sich ergibt, sofern das Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt.

Die leistungsorientierten Kosten beinhalten den Dienstzeitaufwand, der im Personalaufwand unter Aufwendungen für Altersversorgung enthalten ist sowie den Nettozinsaufwand oder -ertrag auf die Nettoschuld oder den Nettoveräußerungswert, der im Finanzergebnis unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen oder unter Zinsen und ähnliche Erträge erfasst wird.

KSB-Gesellschaften, die beitragsorientierte Altersversorgungssysteme nutzen, bilden keine Rückstellungen. Hier wird die Prämienzahlung unmittelbar als Aufwand für Altersversorgung im Personalaufwand der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Diese Gesellschaften haben außer der Verpflichtung zur Prämienzahlung keine weiteren Verpflichtungen, somit verbleibt das versicherungstechnische Risiko bei den Versicherungsnehmern.

b) Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn aus einem in der Vergangenheit eingetretenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Außenverpflichtung entstanden ist, der sich das Unternehmen nicht entziehen kann, und zur Erfüllung dieser Verpflichtung der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist sowie die Höhe dieser Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe der Rückstellung entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrags der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag. Sofern annähernd sichere Rückgriffs- oder Erstattungsansprüche bestehen, bilanzieren wir diese als separaten Vermögenswert.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden nur dann gebildet, sofern die in IAS 37 genannten Kriterien erfüllt sind.

Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern dies von wesentlicher Bedeutung ist.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Eventualschulden (Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen)

Die nicht bilanzierten Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren mögliches Eintreten erst durch zukünftige ungewisse Ereignisse bestimmt wird. Ferner kann es sich um gegenwärtige Verpflichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit handeln, bei denen ein Ressourcenabfluss möglich, aber nicht wahrscheinlich ist.

Die Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Erträge und Aufwendungen

Umsatzerlöse umfassen die an Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen. Dies betrifft einerseits Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren aus Herstellung, Vertrieb und Handel von Maschinen, Anlagen und anderen industriellen Erzeugnissen, insbesondere von Pumpen und Armaturen. Daneben werden Umsätze aus Servicedienstleistungen sowie Lizenzerträge periodengerecht in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt des zugrunde liegenden Vertrags innerhalb der Umsatzerlöse ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt gemäß IAS 18, sobald die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, also grundsätzlich dann, wenn die Waren oder Erzeugnisse geliefert beziehungsweise die Leistungen erbracht worden sind und somit der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Zum Zeitpunkt der Erlösrealisierung muss der Erhalt der Gegenleistung wahrscheinlich und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmbar sein sowie die zugehörigen Kosten und mögliche Warenrücknahmen verlässlich geschätzt werden können. Grundsätzlich realisieren wir Umsatzerlöse aus der Lieferung von Standardprodukten bei Übergabe an den Spediteur. Bei einigen internationalen Warenlieferungen vollzieht sich der Gefahrenübergang vertragsgemäß erst beim Verladen der Güter auf ein Frachtschiff im Hafen oder bei Übergabe an den Kunden im Bestimmungsland. Dann wird die Umsatzrealisierung auf Grundlage der jeweils vertraglich vereinbarten ­INCOTERMS vorgenommen. Bei bestimmten Lieferungen und Leistungen ist für die Realisation der Umsatzerlöse darüber hinaus eine Abnahmeerklärung durch den Kunden notwendig.

In Einzelfällen und unter engen Voraussetzungen erfolgt eine Umsatzrealisierung bereits vor Übergabe der Ware (sogenannte Bill-and-hold-Vereinbarungen).

Bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden Umsätze nach dem Leistungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) erfasst. Hier wenden wir die sogenannte Cost-to-cost-Methode an, nach der die zu Beginn des Kundenauftrags bestimmten Erlöse den geschätzten Kosten gegenüber gestellt werden und der Umsatz einer Periode sich nach dem anhand der angefallenen Kosten bemessenen Leistungsfortschritt ermittelt; siehe hierzu im Einzelnen die Erläuterungen zu „Fertigungsaufträge nach IAS 11“.

Erlösschmälerungen mindern die Umsatzerlöse.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind.

Dividendenerträge aus Beteiligungen werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung vereinnahmt.

Betriebliche Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls oder mit Inanspruchnahme der Leistung ergebniswirksam.

Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen der Konzern tätig ist, ermittelt. Latente Steuern werden anhand der dort jeweils gültigen oder für die Zukunft beschlossenen Ertragsteuersätze ermittelt.

Einschätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, müssen Einschätzungen und Annahmen mit Auswirkungen auf die anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze getroffen werden. Im Rahmen der Umsetzung dieser Rechnungslegungsgrundsätze beeinflussen Einschätzungen und Annahmen die im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie deren Darstellung. Diese Einschätzungen und Annahmen beruhen auf Erkenntnissen der Vergangenheit und verschiedenen sonstigen Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von diesen Einschätzungen und Annahmen abweichen. Wir prüfen laufend die getroffenen Einschätzungen und Annahmen. Liegen neue Informationen und zusätzliche Erkenntnisse vor, erfolgen Anpassungen an die neuen Gegebenheiten. Werden Einschätzungen oder Annahmen geändert und ergeben sich hieraus wesentliche Abweichungen, werden diese gesondert erläutert.

Wertminderungsprüfungen der Geschäfts- oder Firmenwerte, die mindestens einmal jährlich erfolgen, erfordern die Schätzung der erzielbaren Beträge der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU). Diese entsprechen dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Das auf Basis dieser Schätzungen prognostizierte Ergebnis wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, beispielsweise sind dies Währungskursschwankungen, der Integrationsfortschritt in den Konzern oder die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung dieser Einheiten. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrages herangezogenen Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte sind ebenfalls Einschätzungen und Annahmen vorzunehmen. Für die einzelnen Vermögenswerte ist zu verifizieren, inwieweit Anhaltspunkte für eine Abwertung vorliegen. Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrages von Sachanlagen ist beispielsweise die Ansetzung der relevanten Nutzungsdauer mit Unsicherheiten behaftet. Für die Bewertung zweifelhafter Forderungen liegen Prognosen zur Kreditwürdigkeit der Kunden zugrunde. Eine wesentliche Veränderung der Annahmen oder Umstände kann zukünftig zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen generieren.

Für Fertigungsaufträge mit Kunden im Projektgeschäft realisieren wir Umsatzerlöse nach der Percentage-of-Completion-Methode entsprechend dem Leistungsfortschritt, welchen wir über den Fertigstellungsgrad ermitteln. Dies erfordert Schätzungen hinsichtlich der gesamten Auftragskosten und Auftragserlöse, der Auftragsrisiken sowie anderer maßgeblicher Größen. Diese Einschätzungen werden regelmäßig von den operativ Verantwortlichen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer, insbesondere der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Wesentliche Faktoren sind hier die anzusetzenden marktadäquaten Abzinsungssätze sowie Lebenserwartungen. Aufgrund sich verändernder Markt- und Wirtschaftsbedingungen können die getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Dies kann wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der Rückstellungen und somit auf die gesamte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Andere Rückstellungen bilanzieren wir auf Basis der bestmöglichen Einschätzung der Wahrscheinlichkeit künftiger Nutzenabflüsse. Der spätere tatsächliche Nutzenabfluss kann allerdings aufgrund geänderter wirtschaftlicher, politischer oder rechtlicher Rahmenbedingungen hiervon abweichen, was sich in Mehraufwendungen oder Auflösungserträgen widerspiegelt.

Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist die weltweite Ausrichtung unserer Aktivitäten zu berücksichtigen. Aufgrund unserer operativen Tätigkeit in einer Vielzahl von Ländern mit unterschiedlichen Steuergesetzen und Verwaltungsauffassungen sind differenzierte Beurteilungen bei den Bestimmungen unserer Steuerverbindlichkeiten erforderlich. Unsicherheiten bestehen möglicherweise aufgrund der unterschiedlichen Interpretation von Sachverhalten durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Angesetzt werden ungewisse Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, wenn deren Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % beträgt. Dabei wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung für die Bilanzierung zugrunde gelegt. Obwohl wir davon ausgehen, eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben, ist es möglich, dass die tatsächliche Steuerlast von unserer ursprünglich getroffenen Einschätzung abweicht. Hinsichtlich künftiger Steuervorteile beurteilten wir zu jedem Bilanzstichtag deren Realisierbarkeit. Daher bilden wir Aktive latente Steuern nur dann, sofern künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Bei der Abschätzung dieses künftig verfügbaren steuerpflichtigen Einkommens innerhalb eines Planungszeitraums von im Normalfall fünf Jahren ist zu beachten, dass angenommene künftige Geschäftsentwicklungen mit Unsicherheiten behaftet sind und sich teilweise der Steuerung durch die Unternehmensleitung entziehen (zum Beispiel Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung). Kommen wir zu der Erkenntnis, dass aufgrund geänderter Annahmen zuvor bilanzierte Aktive latente Steuern nicht realisiert werden können, erfolgt eine Wertberichtigung in entsprechender Höhe.

Fristigkeiten

Als kurzfristig gilt grundsätzlich ein Zeitraum bis zu einem Jahr.

Vermögenswerte, die sich erst nach mehr als 12 Monaten realisieren lassen sowie Schulden, die erst nach mehr als 12 Monaten fällig werden, gelten ebenfalls als kurzfristig, sofern sie dem in IAS 1 definierten Geschäftszyklus zuzuordnen sind. Für die Auftragsfertigung gilt naturgemäß ein Geschäftszyklus von mehr als 12 Monaten.

Vermögenswerte und Schulden, die nicht kurzfristig sind, gelten als langfristig.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte
Tabelle anzeigen
in T € Konzessionen, gewerbliche Schutz­rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwerte Geleistete Anzahlungen Immaterielle Vermögenswerte gesamt
Anschaffungs- / Herstellungskosten 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Stand 1.1. 58.279 56.046 103.019 99.785 8.543 2.733 169.841 158.564
Veränderung Konsolidierungskreis 2 – 122 524 – 122 526
Währung – 717 1.047 525 2.710 – 192 3.757
Sonstiges – 15 – 15 – 11 – 26 – 15
Zugang 2.785 1.583 5.527 5.812 8.312 7.395
Zugang aus Unternehmens­zusammenschluss 40 22 499 539 22
Abgang 584 248 3.600 2 4.184 250
Umbuchung 1.920 7 – 1.920 7
Umbuchung zur Veräußerung ­gehaltene Vermögenswerte – 165 – 165
Stand 31.12. 61.708 58.279 103.910 103.019 8.550 8.543 174.168 169.841
 
Kumulierte Abschreibungen 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Stand 1.1. 48.161 43.789 10.239 3.473 58.400 47.262
Währung – 438 580 – 14 12 – 452 592
Sonstiges – 8 – 15 – 10 – 18 – 15
Zugang 3.838 4.197 10.846 6.754 14.684 10.951
Abgang 521 225 521 225
Umbuchung
Umbuchung zur Veräußerung ­gehaltene Vermögenswerte – 165 – 165
Stand 31.12. 51.032 48.161 21.061 10.239 72.093 58.400
Nettowert 31.12. 10.676 10.118 82.849 92.780 8.550 8.543 102.075 111.441

Im Geschäftsjahr haben wir, wie im Vorjahr, keine Entwicklungskosten aktiviert, da die in IAS 38 definierten, umfangreichen Aktivierungsvoraussetzungen nicht vollständig gegeben waren. Die Position „Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten“ enthält 9,3 Mio. € (Vorjahr 8,6 Mio. €) Software inkl. Softwarelizenzen mit begrenzter Nutzungsdauer. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor.

Die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Zusammenhang mit der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten keine Posten aus Steuern und aus Finanzierungsaktivitäten.

Für die Bestimmung des Diskontierungsfaktors wird das Verfahren der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten Weighted Average Cost of Capital (WACC) in Verbindung mit dem Capital-Asset-Pricing-Model (CAPM) unter Berücksichtigung einer Peer-Group herangezogen, wonach zunächst Eigenkapitalkosten mithilfe des CAPM sowie die Fremdkapitalkosten zu bestimmen sind und danach mit der Kapitalstruktur unter Berücksichtigung der Peer-Group gewichtet werden. Als Basiszins wurde der Zins einer risikofreien Bundesanleihe mit einer Laufzeit von 30 Jahren zugrunde gelegt. Er beträgt im Berichtsjahr 1,5 % (Vorjahr 2,1 %). Die Marktrisikoprämie haben wir unverändert mit 5,75 % angesetzt, der dabei verwendete Beta-Faktor beträgt 1,03 (Vorjahr 1,06). Darüber hinaus werden individuell für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU) die länderspezifischen Steuersätze sowie Länderrisikoprämien berücksichtigt. Wir haben Wachstumsraten zwischen 0,75 % und 1,25 % (Vorjahr zwischen 0,50 % und 1,25 %) angesetzt.

Diskontierungszinssätze
Tabelle anzeigen
vor Steuern in % (Value in Use) 2015 2014
Gesellschaften in Deutschland 9,6 – 9,8 10,7 – 11,0
Gesellschaften in den Niederlanden 9,3 10,2
Gesellschaften in Italien 13,7 – 14,3 14,8 – 15,7
Gesellschaften in den USA 10,4 11,8
Gesellschaften in Südafrika 13,8 14,2
Gesellschaften in den übrigen Ländern Europas 8,9 – 15,4 9,8 – 15,2
 
nach Steuern in % (Fair Value less Cost to Sell) 2015 2014
Gesellschaften in Südkorea 8,3 9,1
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
Tabelle anzeigen
Bezeichnung der CGU / in T € 31.12.2015 31.12.2014
KSB Seil Co., Ltd. (Südkorea) 27.188 26.285
DP industries B.V. (Niederlande) 18.285 18.285
Société de travaux et Ingénierie Industrielle (ST II) (Frankreich) 5.689 5.689
REEL s.r.l. (Italien) 5.526 9.681
KSB SERVICE MEDIATEC S.A.S. (Frankreich) 3.179
Dynamik-Pumpen GmbH (Deutschland) 3.150 3.150
Uder Elektromechanik GmbH (Deutschland) 2.980 2.980
KSB Service Centre-Est S.A.S. (Frankreich) 2.609
KSB Finland Oy (Finnland) 2.468 1.764
KSB Pumps (S.A.) (Pty) Ltd. (Südafrika) 1.755 2.120
KSB SERVICE ETC S.A.S. (Frankreich) 1.412 1.412
68.453 77.154
Sonstige 17 (Vorjahr 21) Gesellschaften 14.396 15.626
Gesamt 82.849 92.780

Die jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung ergab Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte bei den nachfolgend genannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

WERTMINDERUNGSAUFWAND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
Tabelle anzeigen
Bezeichnung der CGU Segment Diskontie­rungsfaktor Erzielbarer Betrag in T€ Wertminderungs- aufwand in T€
REEL s.r.l. (Italien) Pumpen 13,9 % 8.367 4.155
KSB SERVICE MEDIATEC S.A.S. (Frankreich) Service 13,4 % 1.058 3.179
KSB Service Centre-Est S.A.S. (Frankreich) Service 11,7 % 1.425 2.609
KSB Service Est S.A.S. (Frankreich) Service 12,1 % 2.546 903
Gesamt 31.12.2015 10.846
KSB Service Est S.A.S. (Frankreich) Service 13,2 % 4.410 647
KSB Italia S.p.A. (Italien) Pumpen 15,7 % 23.452 3.710
KSB Service EITB-SITELEC S.A.S. (Frankreich) Service 10,5 % 2.566 1.944
Metis Levage S.A.S. (Frankreich) Service 13,3 % 488 453
Gesamt 31.12.2014 6.754

Die durchgeführten Wertminderungen resultieren aus anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“ erfasst.

DETAILINFORMATIONEN ZU WESENTLICHEN FIRMENWERTEN
Tabelle anzeigen
Zahlungsmittel-generierende Einheit Verfahren Buchwert Firmenwert in Mio. € Anteil am Gesamt­firmenwert Diskontie-rungszinssatz Wachs­tumsrate Grundannahmen Unternehmensplanung Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahme
KSB Seil Co., Ltd. Fair Value less Cost to Sell (berücksichtigte Veräußerungskosten 250 T€) 27,2 33 % 8,3 % nach Steuern 1,00
  • verbesserte Konjunktur­erwartung Schiffbau (Flüssiggastanker) und damit einhergehende verbesserte Wachstumsraten der Märkte
  • wenig veränderte Wechselkurse
Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Rahmendaten und externer Marktstudien
DP industries B.V. Value in Use 18,3 22 % 9,3 %vor Steuern 1,25
  • erhöhter Kundenfokus
  • moderate bis deutliche Wachstums­raten der Märkte
Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Rahmendaten und konzerninterner Einschätzung der betreffenden Einkaufs- und Verkaufs­abteilungen
REEL s.r.l. Value in Use 5,5 7 % 13,9 % vor Steuern 0,75
  • erhöhter Kundenfokus
  • verbesserte Energie­effizienz und damit einhergehend attraktivere Wachstumsraten der Märkte
Berücksichtigung externer Marktdaten und volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen

Für die als wesentlich erachteten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden beim jährlichen Werthaltigkeitstest die folgenden Annahmen zur Entwicklung des Auftragseingangs, der Umsätze sowie des operativen Ergebnisses getroffen:

Tabelle anzeigen
Zahlungsmittel-generierende Einheit Auftragseingang Umsatz EBIT Planungszeitraum
KSB Seil Co., Ltd. Im Durchschnitt starkes Wachstum Im Durchschnitt starkes Wachstum Als Resultat der Umsatz- und Kostenplanung im Durchschnitt starkes Wachstum 7 Jahre
DP industries B.V. Im Durchschnitt deutliches Wachstum Im Durchschnitt deutliches Wachstum Als Resultat der Umsatz- und Kostenplanung im Durchschnitt moderates Wachstum 5 Jahre
REEL s.r.l. Im Durchschnitt starkes Wachstum Im Durchschnitt starkes Wachstum Als Resultat der Umsatz- und Kostenplanung im Durchschnitt starkes Wachstum 5 Jahre

Die Geschäftsentwicklung der KSB Seil Co., Ltd. ist eng verbunden mit der konjunkturellen Entwicklung der langzyklischen Schiffbauindustrie. Dies dokumentieren auch unsere verwendeten Studien zur Marktentwicklung aus externen Quellen, die Prognosen für die nächsten sieben Jahre beinhalten. Dementsprechend haben wir für den Impairmenttest dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit einen Betrachtungszeitraum von sieben Jahren anstelle der von uns üblicherweise angesetzten fünf Jahre gewählt.

Bei der Ermittlung des Fair Values less Cost to Sell der südkoreanischen KSB Seil Co., Ltd. basieren die im Rahmen des Discounted-Cashflow-Verfahrens angesetzten Inputfaktoren großteils auf beobachtbaren Marktdaten (Basiszinssatz) oder frei zugänglichen Informationen (zum Beispiel Länderrisikoeinstufung, Steuersätze, Beschaffungspreise, Verkaufspreise, Marktstudien).

Zusätzlich zur Werthaltigkeitsprüfung wurden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit Sensitivitätsanalysen durchgeführt: Eine Erhöhung des jeweiligen Diskontierungsfaktors um 5 % oder eine um 0,25 Prozentpunkte geringere Wachstumsrate würde bei der REEL s.r.l. (Italien) zu einem weiteren Abwertungsbedarf von 0,5 Mio. € bzw. 0,1 Mio. € führen. Darüber hinaus hätte die Sensitivitätsanalyse hinsichtlich der Auswirkung eines um 10 % geringeren Umsatzes bei entsprechender Auswirkung auf das EBIT einen weiteren Abwertungsbedarf von 3,8 Mio. € bei der REEL s.r.l. (Italien) ergeben.

Im Berichtsjahr waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf andere Immaterielle Vermögenswerte vorzunehmen.

2
Sachanlagen
Entwicklung der Sachanlagen
Tabelle anzeigen
in T € Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen gesamt
Anschaffungs- / Herstellungskosten 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Stand 1.1. 332.531 313.360 528.014 494.511 205.681 193.236 34.359 8.992 1.100.585 1.010.099
Veränderung Konsolidierungskreis – 104 – 70 67 – 35 146 2 – 209 215
Währung 815 8.384 3.601 13.582 – 163 4.645 2.523 1.620 6.776 28.231
Sonstiges – 826 60 – 6 – 20 149 – 33 40 – 716
Zugang 7.717 9.436 19.939 19.196 19.170 16.880 27.669 32.157 74.495 77.669
Zugang aus Unternehmens­zusammenschluss 134 78 48 212 48
Abgang 12 348 5.242 3.943 13.519 9.515 41 1.079 18.814 14.885
Umbuchung 3.514 2.525 5.496 4.607 1.709 161 – 10.719 – 7.300 – 7
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 122 – 668 – 73 – 69 – 863 – 69
Stand 31.12. 344.473 332.531 551.208 528.014 212.750 205.681 53.791 34.359 1.162.222 1.100.585
 
Kumulierte Abschreibungen 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Stand 1.1. 136.542 125.694 345.201 311.939 143.034 129.605 624.777 567.238
Währung 1.571 3.112 2.876 8.064 – 454 3.116 3.993 14.292
Sonstiges – 18 20 – 81 – 13 202 7 103
Zugang 8.542 7.797 30.298 28.389 19.321 19.067 58.161 55.253
Abgang 43 4.831 3.430 13.035 8.603 17.866 12.076
Umbuchung – 479 320 479 – 320
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 89 – 531 – 61 – 33 – 681 – 33
Stand 31.12. 146.566 136.542 372.554 345.201 149.271 143.034 668.391 624.777
Nettowert 31.12. 197.907 195.989 178.654 182.813 63.479 62.647 53.791 34.359 493.831 475.808

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen sind im Anlagevermögen gemäß IAS 17 aktiviert. Gegenläufig sind entsprechende Finanzschulden passiviert. Der Buchwert dieser aktivierten Vermögenswerte beträgt 2.277 T€ (Vorjahr 2.644 T€), davon entfallen 1.260 T€ (Vorjahr 1.347 T€) auf Grundstücke und Bauten, 113 T€ (Vorjahr 133 T€) auf Technische Anlagen und Maschinen sowie 904 T€ (Vorjahr 1.164 T€) auf Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

2013 wurde die Schließung eines kleineren Produktionsstandortes des Segments Armaturen in Deutschland beschlossen. Die dortige Immobilie sollte im Jahre 2014 veräußert werden und wurde aus diesem Grund gemäß IFRS 5 in einer gesonderten Bilanzposition, innerhalb des kurzfristigen Vermögens, ausgewiesen (Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte). Aufgrund mangelnder Marktliquidität war trotz verschiedener Verkaufsaktivitäten eine Veräußerung erst im September 2015 möglich. Der Buchwert betrug 1.185 T€.

Der KSB Konzern gab die Beherrschung über ein in Deutschland ansässiges Tochterunternehmen (Segment Service) im Februar 2015 durch Anteilsverkauf auf. Dementsprechend wurden die Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens zum 31. Dezember 2014 als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe behandelt. Es waren keine Abschreibungen auf die Veräußerungsgruppe durchzuführen, da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nicht unter dem Buchwert lag. Es waren ebenfalls keine kumulierten Erträge und Aufwendungen, die in Verbindung mit der Veräußerungsgruppe stehen, im Sonstigen Ergebnis enthalten.

Im Rahmen unseres Projektes „Straffung der Konzernstruktur“ haben wir ein Tochterunternehmen im Segment Service identifiziert, dessen Geschäftsbetrieb wir im Februar 2016 veräußert haben. Daher behandeln wir gemäß IFRS 5 die relevanten Vermögenswerte und Schulden zum 31. Dezember 2015 als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe. Es waren keine Abschreibungen auf die Veräußerungsgruppe durchzuführen, da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nicht unter dem Buchwert lag. Es sind ebenfalls keine kumulierten Erträge und Aufwendungen, die in Verbindung mit der Veräußerungsgruppe stehen, im Sonstigen Ergebnis enthalten.

Die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden gliedern sich wie folgt:

Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2015 31.12.2014
Sachanlagen 182 36
Vorräte 199 429
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 423 420
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 130 164
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 934 1.049
Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2015 31.12.2014
Rückstellungen 105 63
Verbindlichkeiten 193 146
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 298 209

Es sind wie im Vorjahr keine Sachanlagen zur Sicherung von Bankschulden und Verbindlichkeiten auf Basis üblicher Bedingungen sicherungsübereignet. Erläuterungen zum Bestellobligo befinden sich in Kapitel „IX. Sonstige Angaben“ dieses Konzernanhangs.

Aus dem Abgang von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen sind Buchgewinne von 2.769 T€ (Vorjahr 3.646 T€) und Buchverluste von 3.258 T€ (Vorjahr 578 T€) entstanden. Der Ausweis der Buchgewinne und -verluste erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Sonstigen Erträgen und den Anderen Aufwendungen.

Wir haben wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Sachanlagen vorgenommen.

3
Finanzielle Vermögenswerte
Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2015 31.12.2014
Sonstige Beteiligungen 5.074 3.941
Wertpapiere 668 661
Ausleihungen 2.219 2.718
7.961 7.320

Die Sonstigen Beteiligungen entsprechen den Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden.

Von den Ausleihungen entfallen wie im Vorjahr keine auf Ausleihungen an Beteiligungen.

4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

In der nachfolgenden Tabelle sind die für den KSB Konzern wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen aufgeführt. Der Sitz entspricht dem Land, in dem die Haupttätigkeit durchgeführt wird. Sämtliche Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert und sind ebenfalls der Anteilsbesitzliste in diesem Konzernanhang zu entnehmen. Der Anteil am Kapital entspricht dem Anteil der Stimmrechte.

WESENTLICHE GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
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Name und Sitz Anteil am Kapital Art der Beteiligung
KSB Pumps Arabia Ltd., Saudi-Arabien 50,00 % KSB Pumps Arabia Ltd. in Riad, Saudi-Arabien, bietet eine breite Palette von Dienstleistungen und Aktivitäten für den Energiemarkt sowie für Wasser-, Abwasser- und Haustechnik-Anwendungen.
Hierzu gehören Business Development und Marketing, Supply-Chain-­Management, Fertigung von Druckerhöhungsanlagen und Pumpen­aggregaten, Verkauf von Pumpen, Armaturen und Systemen und technische Service-Aktivitäten. KSB Pumps Arabia Ltd. ist wichtig für das Wachstum des Konzerns auf dem saudi-arabischen Markt.
Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd., China 45,00 % Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd. in Shanghai, China, stellt geeignete Hilfspumpen für den Sekundärkreislauf sowie moderne Hauptkühlmittelpumpen für den Primärkreislauf von Kernkraftwerken her. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and ­Valves Co., Ltd. stellt eine strategische Partnerschaft für den Konzern dar. Dadurch partizipiert KSB am Ausbau der Energiekapazitäten in China und anderen asiatischen Märkten.

Beide oben genannten Gemeinschaftsunternehmen sind nicht börsennotierte Gesellschaften und daher gibt es keinen verfügbaren aktiven Marktwert.

Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich dieser wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen des KSB Konzerns sind nachfolgend angegeben.

ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ
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KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T€ 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte 3.687 2.824 96.312 92.273
Kurzfristige Vermögenswerte 38.835 31.805 74.975 50.354
davon Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
1.149 353 6.771 3.065
Langfristige Schulden – 1.976 – 736 – 11.451 – 45.013
davon langfristige finanzielle ­Schulden (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen) – 942 – 40.693
Kurzfristige Schulden – 20.185 – 20.278 – 121.574 – 60.583
davon kurzfristige finanzielle ­Schulden (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen) – 4.439 – 5.905 – 18.867 – 7.914
Nettovermögen 20.361 13.615 38.262 37.031
ZUSAMMENGEFASSTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG
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KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear
Pumps and Valves Co., Ltd.
in T€ 2015 2014 2015 2014
Umsatzerlöse 45.896 39.460 51.856 33.998
Planmäßige Abschreibungen 299 127 3.145 9.519
Zinserträge 1 3 15 12
Zinsaufwendungen – 159 – 80 – 3.084 – 1.722
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 7.967 4.378 238 186
Ertragsteuern – 575 – 1.998 – 1.513 – 70
Ergebnis nach Steuern aus fort­zuführenden Geschäftsbereichen 7.392 2.380 – 1.276 116
Ergebnis nach Steuern aus auf­gegebenen Geschäftsbereichen
Sonstiges Ergebnis 1.760 1.611 2.507 3.605
Gesamtergebnis 9.152 3.991 1.231 3.721
Vom Gemeinschaftsunternehmen erhaltene Dividenden 1.203 257
ÜBERLEITUNG ZUM BUCHWERT DES KONZERNANTEILS AN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
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KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T € 2015 2014 2015 2014
Nettobuchwert 1.1. 13.615 10.137 37.031 33.310
Ergebnis nach Ertragsteuern 7.392 2.380 – 1.276 116
Dividendenausschüttung – 2.406 – 513
Sonstiges Ergebnis 1.759 1.611 2.507 3.605
Nettobuchwert 31.12. 20.361 13.615 38.262 37.031
Anteil am Gemeinschaftsunternehmen (50 % / 45 %) 10.181 6.807 17.218 16.664
Zwischenergebniseliminierung – 2.420 – 1.891
Geschäfts- oder Firmenwert
Buchwert 31.12. 10.181 6.807 14.798 14.773
ZUSAMMENFASSENDE INFORMATIONEN FÜR GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE ­UNTERNEHMEN, DIE EINZELN UNWESENTLICH SIND
Tabelle anzeigen
in T € Gemeinschafts-unternehmen 2015 Assoziierte Unternehmen 2015 Gesamt 2015 Gemeinschafts-unternehmen 2014 Assoziierte Unternehmen 2014 Gesamt 2014
Anteil des Konzerns am Ergebnis aus ­fortgeführten Geschäftsbereichen 679 525 1.204 132 547 679
Anteil des Konzerns am Sonstigen Ergebnis 305 305 290 290
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis 984 525 1.509 422 547 969
Summe der Buchwerte der Konzern­anteile an diesen Unternehmen 3.148 1.108 4.256 5.087 1.334 6.421

Am 8. September 2014 erwarb der KSB Konzern 66 % der Anteile und Stimmrechtsanteile an der norwegischen WM Teknikk AS, Ski. Dadurch stieg der Eigenkapitalanteil des Konzerns an dem Unternehmen von 34 % auf 100 % und der Konzern erlangte Beherrschung über das Unternehmen. WM Teknikk AS wurde ab diesem Zeitpunkt zu einer vollkonsolidierten Tochtergesellschaft. Dementsprechend beinhaltet die vorstehende Tabelle nur die Ergebnisse für den Zeitraum 1. Januar bis zum 7. September 2014.

Wie im Vorjahr gibt es keine nicht erfassten anteiligen Verluste aus der Equity-Konsolidierung.

5
Vorräte
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in T € 31.12.2015 31.12.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 163.123 161.789
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 163.716 149.056
Fertige Erzeugnisse und Waren 115.027 115.961
Geleistete Anzahlungen 12.545 23.020
454.411 449.826

In Höhe von 61.508 T€ (Vorjahr 67.990 T€) sind Vorräte zum Nettoveräußerungswert bilanziert. Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Wertminderungen betragen 7.125 T€ (Vorjahr 2.601 T€). Wertaufholungen aufgrund von Neueinschätzungen in Höhe von 1.905 T€ (Vorjahr 4.295 T€) haben wir dann vorgenommen, wenn der aktuelle Nettoveräußerungswert über dem des Vorjahres liegt. Vorräte in Höhe von 968.817 T€ (Vorjahr 875.366 T€) sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden.

6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und PoC sowie sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte
Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2015 31.12.2014*
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und PoC 663.740 614.201
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 524.610 496.018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen 36.193 30.459
davon gegen sonstige Beteiligungen 8.316 6.820
davon gegen assoziierte Unternehmen 330 272
davon gegen Gemeinschaftsunternehmen 27.547 23.367
Forderungen aus der PoC-Bewertung 102.937 87.724
Forderungen aus der PoC-Bewertung (ohne erhaltene Anzahlungen PoC) 185.605 166.527
Erhaltene Anzahlungen PoC – 82.668 – 78.803
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 156.169 190.160*
Forderungen aus Darlehen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen 3.189 2.542
Devisentermingeschäfte 1.978 2.369
Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte 151.002 185.249*
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 25.200 33.509
Sonstige Steuerforderungen 18.210 27.013
Rechnungsabgrenzungen 6.990 6.496

* Anpassung aufgrund Umgliederung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Restlaufzeit größer 3 Monate in Sonstige ­finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 154.121 T€

Wertberichtigungen bestehen gegen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 35.560 T€ (Vorjahr 35.905 T€), gegen Sonstige Beteiligungen in Höhe von 3.644 T€ (Vorjahr 3.181 T€), gegen Gemeinschaftsunternehmen wie im Vorjahr keine, gegen assoziierte Unternehmen keine (Vorjahr 341 T€).

Die Fertigungsaufträge nach IAS 11 enthalten ein Ergebnis von 44.920 T€ (Vorjahr 38.253 T€) und Kosten von 140.685 T€ (Vorjahr 128.274 T€). Der Umsatz nach IAS 11 beträgt 498.435 T€ (Vorjahr 561.940 T€).

In den Anderen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sind gesetzlich vorgeschriebene Anlagen zur Absicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeitvereinbarungen und Langzeitarbeitskonten der deutschen Konzerngesellschaften in Höhe von 15.501 T€ (Vorjahr 15.268 T€) enthalten.

Es sind 31.950 T€ (Vorjahr 38.592 T€) der gesamten Forderungen und sonstigen Vermögenswerte nach mehr als einem Jahr fällig.

7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristig angelegtes Fest- und Tagesgeld sowie um Kontokorrentguthaben. Hinsichtlich der Anpassung der Vorjahreswerte verweisen wir auf die bereits zuvor getätigten Erläuterungen zu „Anpassungen nach IAS 8“.

8
Eigenkapital

Das Grundkapital der KSB AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt satzungsgemäß 44.771.963,82 € und ist wie im Vorjahr in 886.615 Stammaktien und 864.712 Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stückaktie ist am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt. Die Vorzugsaktien sind mit einem nachzuzahlenden selbstständigen Vorzugsgewinnanteil und einem Anspruch auf eine gestaffelte Mehrdividende ausgestattet. Alle Aktien sind auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Stückaktien haben keinen Nennwert.

Die Kapitalrücklage resultiert aus der Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen zurückliegender Jahre.

Die Gewinnrücklagen enthalten neben thesaurierten Ergebnissen ergebnisneutral verrechnete Währungsumrechnungs- und Konsolidierungseffekte, Neubewertungen von leistungsorientierten Versorgungsplänen nach IAS 19 sowie Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstru­menten. Aus diesen Effekten resultieren 61.762 T€ (Vorjahr angepasst 68.238 T€) Aktive latente Steuern und keine (Vorjahr 448 T€) Passive latente Steuern.

Aus dem Eigenkapital wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Muttergesellschaft des Konzerns KSB AG, Frankenthal, vom 6. Mai 2015 insgesamt 15.111 T€ ausgeschüttet (Dividende von 8,50 € je Stammaktie und 8,76 € je Vorzugsaktie).

Die nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter entfallen größtenteils auf die von der PAB GmbH, Frankenthal, gehaltenen Beteiligungen sowie auf unsere Gesellschaften in Indien und China. An der PAB GmbH ist die KSB AG mit 51 % beteiligt, die Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, mit 49 %.

Die Entwicklung der Eigenkapitalpositionen und der nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter ist in der „Eigenkapitalveränderungsrechnung“ dargestellt.

Der Vorschlag zur Verwendung des nach deutschem HGB ermittelten Bilanzgewinns der KSB AG befindet sich am Ende dieses Anhangs.

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine ausreichende finanzielle Unabhängigkeit ist für KSB wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand von KSB zu sichern. Auch die Ausstattung der laufenden Geschäftstätigkeit mit den erforderlichen finanziellen Mitteln ist für uns von wesentlicher Bedeutung. Wichtige Steuerungsgröße ist für uns die Nettofinanzposition, welche sich aus dem Saldo aus Finanzschulden und verzinslichen Geldwerten (Wertpapiere des kurz- und langfristigen Vermögens, zinstragende Ausleihungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Geldanlagen) ergibt. Unser nachhaltiges Ziel ist eine Nettoverschuldung zu vermeiden. Die Entwicklung dieser Kennzahl überwachen wir regelmäßig und steuern sie unter anderem durch aktives Working-Capital-Management sowie durch die ständige Optimierung unserer Finanzierungsstruktur. Erfolge im Working-Capital Management und eine fokussierte Investitionspolitik waren die Grundlage dafür, dass wir im Geschäftsjahr unsere ursprüngliche Zielgröße von 180 bis 190 Mio. € übertreffen konnten und 211,3 Mio. € erreicht haben. Im Vorjahr hatte sich wegen des rückläufigen Ergebnisses bei einem gleichzeitig stark gestiegenen Investitionsvolumen die Nettofinanzposition mit 185,5 Mio. € etwas schlechter entwickelt als zwölf Monate zuvor geplant (200 Mio. €).

9
Rückstellungen

Die in der Bilanz unter den lang- und kurzfristigen Schulden ausgewiesenen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Tabelle anzeigen
31.12.2015 31.12.2014
Entwicklung in T € Gesamt Langfristig Kurzfristig Gesamt Langfristig Kurzfristig
Leistungen an Arbeitnehmer 614.869 541.256 73.613 614.829 1, 2 539.438 1 75.391 2
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 526.033 526.033 524.569 1 524.569 1
Übrige Leistungen an Arbeitnehmer 88.836 15.223 73.613 90.260 2 14.869 75.391 2
Sonstige Rückstellungen 100.829 1.379 99.450 97.796 3 1.133 4 96.663 3, 4
Garantieverpflichtungen und Pönalien 52.234 52.234 45.360 4 45.360 4
Restrukturierungsrückstellungen 3.372 3.372 7.893 7.893
Übrige Rückstellungen 45.223 1.379 43.844 44.543 3 1.133 43.410 3
715.698 542.635 173.063 712.625 1, 2, 3 540.571 1, 4 172.054 2, 3, 4

1 Korrektur gem. IAS 8: Bewertung der Pensionsverpflichtungen Frankreich und Indien in Höhe von 9.912 T€

2 Anpassung aufgrund Umgliederung der Resturlaubs- und Urlaubsgeldansprüche in Höhe von 23.201 T€ in Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und gegen Mitarbeitern) und Korrektur der Bewertung der Pensionsverpflichtungen Indien in Höhe von 468 T€

3 Anpassung aufgrund Umgliederung der Ertragsteuerschulden in kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 3.304 T€ und Umgliederung der Sonstigen Steuerschulden in die Sonstigen übrigen Rückstellungen in Höhe von 854 T€

4 Anpassung aufgrund Umgliederung der Garantieverpflichtungen und Pönalien von lang- in kurzfristige Rückstellungen in Höhe von 15.121 T€

Im Geschäftsjahr 2015 haben sich die einzelnen Rückstellungsgruppen wie folgt entwickelt:

Tabelle anzeigen
Entwicklung in T € 1.1.2015 Veränderung Konsolid-ierungs-kreis / Währung / Sonstiges Verbrauch / Voraus- zahlungen Auflösung Zuführung 31.12.2015
Leistungen an Arbeitnehmer 614.829 1, 2 545 – 81.992 – 22.560 104.047 614.869
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 524.5691 3.540 – 17.036 – 20.073 35.033 526.033
Übrige Leistungen an Arbeitnehmer 90.2602 – 2.995 – 64.956 – 2.487 69.014 88.836
Sonstige Rückstellungen 97.7963 381 – 53.719 – 10.283 66.654 100.829
Garantie-verpflichtungen und Pönalien 45.360 666 – 24.946 – 3.692 34.846 52.234
Restrukturierungs- rückstellungen 7.893 125 – 1.415 – 3.311 80 3.372
Übrige Rückstellungen 44.543 3 – 410 – 27.358 – 3.280 31.728 45.223
712.625 1, 2, 3 926 – 135.711 – 32.843 170.701 715.698

1 Korrektur gem. IAS 8: Bewertung der Pensionsverpflichtungen Frankreich und Indien in Höhe von 9.912 T€

2 Anpassung aufgrund Umgliederung der Resturlaubs- und Urlaubsgeldansprüche in Höhe von 23.201 T€ in Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und gegen Mitarbeitern) und Korrektur der Bewertung der Pensionsverpflichtungen Indien in Höhe von 468 T€

3 Anpassung aufgrund Umgliederung der Ertragsteuerschulden in kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 3.304 T€ und Umgliederung der Sonstigen Steuerschulden in die Sonstigen übrigen Rückstellungen in Höhe von 854 T€

4 Anpassung aufgrund Umgliederung der Garantieverpflichtungen und Pönalien von lang- in kurzfristige Rückstellungen in Höhe von 15.121 T€

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen im KSB Konzern umfassen beitrags- sowie leistungsorientierte Pläne und enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen.

Für Mitarbeiter von Konzerngesellschaften in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Plan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber den derzeit gültigen Beitragssatz der rentenpflichtigen Vergütung einzuzahlen hat. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung an staatliche Rentenversicherungsträger erfassten Aufwendungen belaufen sich auf 25.866 T€ (Vorjahr 26.383 T€). Für beitragsorientierte Altersversorgungspläne weiterer Mitarbeiter im Ausland wurden im Berichtsjahr 8.546 T€ (Vorjahr 7.512 T€) aufgewendet.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen für Mitarbeiter des Konzerns entfallen überwiegend auf Pensionsverpflichtungen in Deutschland sowie in Frankreich, Indien, Österreich, USA und der Schweiz.

Die leistungsorientierten Altersversorgungspläne (Defined Benefit Plans) resultieren zu rund 90 % aus den deutschen Konzerngesellschaften. Dabei handelt es sich um Direktzusagen der Gesellschaften an ihre Mitarbeiter. Die Zusagen orientieren sich an deren Entgelt und Beschäftigungsdauer. Teilweise liegen auch Eigenbeiträge der Mitarbeiter zugrunde. Diese Altersversorgung gliedert sich in die ausschließlich unternehmensfinanzierte Grundversorgung und in die Arbeitgeber-Aufbauversorgung. Letztere hängt ab von der Höhe der Eigenbeiträge und der erzielten Umsatzrendite vor Ertragsteuern. Beide Bausteine berücksichtigen die Komponenten allgemeiner Versorgungsbeitrag (dessen Höhe hängt teilweise vom Unternehmenserfolg ab), persönliche Verdienstrelation (das Verhältnis von versorgungsfähigem Einkommen zur maßgebenden Beitragsbemessungsgrenze) und Verrentungsfaktor (der sich am Lebensalter orientiert). Die Altersversorgungsleistungen werden in jährlichen Raten von jeweils einem Zehntel des Betrages gezahlt. Abweichend hiervon ist eine Kapitalleistung oder die Auszahlung als monatliche Rente unter bestimmten Bedingungen ebenfalls möglich.

Die Altersversorgungspläne in Frankreich werden durch Bestimmungen in den jeweiligen Tarifverträgen geregelt. Die Verpflichtungen werden grundsätzlich durch das in einen externen Fonds eingezahlte Vermögen gedeckt. Hierzu wird zu Anfang des letzten Quartals eines jeden Jahres ein versicherungsmathematisches Gutachten zur Berechnung des aktuellen Verpflichtungsumfangs erstellt und sofern sich eine Unterdeckung ergibt, erfolgt eine Ausgleichszahlung an den Fonds. Unterschiede in den Berechnungsparametern nach lokalem und internationalem Recht führen im Konzern letztlich zu einem Überhang der Verpflichtungen. Zum Zeitpunkt des Renteneintritts erfolgt eine Einmalzahlung durch den Fonds an den jeweiligen Mitarbeiter.

Die leistungsorientierten Pläne in den indischen Gesellschaften des KSB Konzerns umfassen Leistungen für Pensionen als auch solche für Abfindungen. Die Verpflichtungen aus Pensionsplänen beschränken sich auf Bereichsleiter und diesen übergeordneten Mitarbeitern. Eine weitere Voraussetzung zur Teilnahme am Plan ist eine Zugehörigkeit zum Unternehmen von mindestens zehn Jahren. Es erfolgt eine festgelegte monatliche Zahlung nach Renteneintritt auf Basis des Dienstgrades in Kombination mit den geleisteten Dienstjahren. Die Abfindungspläne haben gesetzlichen Charakter und umfassen sämtliche Mitarbeiter. Voraussetzung für den Anspruch auf Zahlung ist eine geleistete Dienstzeit von mindestens fünf Jahren. Bei Verlassen des Unternehmens erhält der Mitarbeiter eine Einmalzahlung, die sich aus einer gewissen Anzahl an Tagesgehältern pro Beschäftigungsjahr, abhängig von Dienstgrad und geleisteten Dienstjahren, zusammensetzt.

In Österreich werden Pensionszusagen an Mitarbeiter auf Basis gesetzlicher Regelungen festgelegt. Die Auszahlung der gewährten Leistung erfolgt auf monatlicher Basis.

Die leistungsorientierten Pensionspläne in den USA sind für Neueintritte geschlossen. Die Versorgungsleistung leitet sich aus dem Durchschnittsgehalt und den erworbenen Dienstjahren vor Schließung des Plans ab. Das Renteneintrittsalter beträgt 65 Jahre; ab diesem Zeitpunkt wird eine monatliche Zahlung an die Begünstigten geleistet. Die Pensionsleistungen werden über externe Fonds finanziert.

Die Pensionsverpflichtungen in der Schweiz beruhen zum überwiegenden Teil auf gesetzlichen Verpflichtungen. Diese umfassen auch Angaben zu einer Minimalrente, die jedem Mitarbeiter ohne Beitragslücken gesetzlich zusteht. Der Arbeitgeber ist daher verpflichtet Beiträge in solcher Höhe zu zahlen, dass es der jeweiligen Pensionskasse oder Versicherungsgesellschaft möglich ist, diese Mindestsumme auszuzahlen. Die Pläne umfassen neben der Altersversorgung auch andere Leistungen wie beispielsweise Invalidität oder Hinterbliebenenversorgung. Es werden sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskasse entrichtet, wobei das Unternehmen Beiträge zu leisten hat, die mindestens den in den Planbedingungen vorgegebenen Arbeitnehmerbeiträgen entsprechen. Die Versorgungsleistungen werden in monatlichen Beträgen ausbezahlt, es besteht jedoch für jeden Mitarbeiter auch die Möglichkeit der (teilweisen) Kapitalleistung.

Darüber hinaus existieren für weitere Mitarbeiter im Ausland in geringem Umfang ebenfalls Zusagen auf Alters- und zum Teil auf medizinische Versorgung, die im Wesentlichen von der Betriebszugehörigkeit und dem bezogenen Gehalt abhängig sind.

Die leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsrisiko. Die mit den Pensionsverpflichtungen verbundenen Auszahlungen bedienen wir überwiegend über unsere Liquidität. Zu einem Teil besteht auch Planvermögen zur Finanzierung dieser Verpflichtung.

Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (sowie der dazugehörige Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand) werden jährlich anhand versicherungsmathematischer Gutachten nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Methode, IAS 19) ermittelt.

Die in diesem Kapitel nachfolgend dargestellten Werte 2014 sind aufgrund der Korrektur der Verpflichtungen in Frankreich und Indien soweit relevant angepasst.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge für leistungsorientierte Zusagen ergeben sich wie folgt:

Tabelle anzeigen
in T € Leistungsorientierte Verpflichtungen (DBO) 31.12.2015 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12.2015 Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen 31.12.2015 Leistungsorientierte Verpflichtungen (DBO) 31.12.2014 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12.2014 Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen 31.12.2014
Deutschland 502.739 502.739 503.349 503.349
Frankreich 13.098 6.918 6.180 13.986 6.527 7.459
Indien 7.979 5.411 2.568 7.063 4.306 2.757
Österreich 2.834 2.834 3.057 3.057
USA 15.168 11.293 3.875 13.633 10.582 3.051
Schweiz 17.439 15.740 1.699 14.776 12.792 1.984
Übrige Länder 30.120 23.982 6.138 26.631 23.719 2.912
Bilanzwerte 589.377 63.344 526.033 582.495 57.926 524.569

Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014
Anfangsbestand der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) – 1.1. 582.495 457.817
Laufender Dienstzeitaufwand 16.504 13.524
Zinsaufwand 13.874 16.383
Arbeitnehmerbeiträge 6.574 5.421
Neubewertungen
– / + Gewinn / Verlust aus der Änderung demografischer Annahmen 587 405
– / + Gewinn / Verlust aus der Änderung finanzieller Annahmen – 16.260 109.434
– / + Erfahrungsbedingter Gewinn / Verlust – 2.804 – 6.934
Leistungszahlungen – 18.231 – 17.179
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
(inkl. Effekte aus Abgeltungen und Kürzungen)
– 1.343 – 42
Übertragung von Vermögenswerten 397
Währung 3.754 3.684
Veränderung Konsolidierungskreis / Sonstiges 3.830 – 18
Endbestand der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) – 31.12. 589.377 582.495

Der laufende sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden im Personalaufwand unter Aufwendungen für Altersversorgung und der Zinsaufwand im Finanzergebnis unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst.

Die im Folgejahr erwarteten Beiträge betragen voraussichtlich etwa 19.820 T€ (Vorjahr 18.386 T€).

Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014
Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens – 1.1. 57.926 52.885
Zinserträge 2.297 2.375
Neubewertungen
+ / – Gewinn / Verlust aus dem Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge – 390 1.075
Beiträge des Arbeitgebers 2.485 2.362
Beiträge der begünstigten Arbeitnehmer 871 405
Währung 2.945 2.945
Veränderung Konsolidierungskreis
Gezahlte Leistungen – 3.259 – 3.623
Sonstiges 469 – 498
Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens – 31.12. 63.344 57.926

Der Zinsertrag wird im Finanzergebnis saldiert mit den Zinsaufwendungen der DBO und unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst.

Die Veränderungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen stellen sich wie folgt dar:

Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014
Anfangsbestand der Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen – 1.1. 524.569 404.932
Laufender Dienstzeitaufwand 16.504 13.524
Zinserträge – 2.297 – 2.375
Zinsaufwand 13.874 16.383
Arbeitnehmerbeiträge 5.703 5.016
Beiträge des Arbeitgebers – 2.485 – 2.362
Beiträge der begünstigten Arbeitnehmer – 871 – 405
Neubewertungen
– / + Gewinn / Verlust aus dem Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge 390 – 1.075
– / + Gewinn / Verlust aus der Änderung demografischer Annahmen 587 405
– / + Gewinn / Verlust aus der Änderung finanzieller Annahmen – 16.260 109.434
– / + Erfahrungsbedingter Gewinn / Verlust – 2.804 – 6.934
Leistungszahlungen – 14.972 – 13.556
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
(inkl. Effekte aus Abgeltungen und ­Kürzungen)
– 1.343 – 42
Übertragung von Vermögenswerten 397
Währung 809 739
Veränderung Konsolidierungskreis / Sonstiges 3.361 480
Endbestand der Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen – 31.12. 526.033 524.569

Zusammensetzung des Planvermögens:

Tabelle anzeigen
in T € Marktpreis­notierung in einem aktiven Markt 31.12.2015 Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt 31.12.2015 Gesamt 31.12.2015 Marktpreis­notierung in einem aktiven Markt 31.12.2014 Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt 31.12.2014 Gesamt 31.12.2014
Eigenkapitalinstrumente (Aktien) 20.769 20.769 17.043 17.043
Schuldinstrumente (Anleihen) 21.825 21.825 16.080 16.080
Staatsanleihen 8.338 8.338 6.259 6.259
Unternehmensanleihen 13.487 13.487 9.821 9.821
Geldmarktanlagen 338 338 7.526 7.526
Immobilien 843 843 670 670
Versicherungsverträge 16.409 16.409 13.405 13.405
Bankguthaben 2.253 2.253 2.731 2.731
Sonstige Anlagen 551 356 907 150 321 471
Summe 46.579 16.765 63.344 44.200 13.726 57.926

Grundsätzlich dotieren wir die Pensionsfonds in Höhe des Betrages, der erforderlich ist, um die jeweiligen gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen.

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug 1.907 T€ (Vorjahr 3.450 T€).

Zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen sowie des zugehörigen Planvermögens wurden folgende wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:

Tabelle anzeigen
Rechnungszins Einkommenstrend Rententrend
in % 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Deutschland 2,3 2,2 2,7 2,7 1,9 2,0
Frankreich 2,0 1,5 3,0 3,0
Indien 8,0 8,0 7,5 7,5 1,0 1,0
Österreich 2,0 2,0 2,5 2,5 1,0 1,0
USA 4,1 3,6 2,3 2,3 2,3 2,3
Schweiz 0,7 0,9 1,0 1,0 1,0 1,0
Übrige Länder 0,9 – 9,7 1,3 – 9,0 1,0 – 11,0 1,0 – 8,0 1,0 – 3,0 1,0 – 3,0

Für die Fluktuation liegt bei den deutschen Plänen weiterhin eine mittlere Fluktuationsrate (2,0 %) zugrunde; für die biometrischen Annahmen sind weiterhin die „Richttafeln 2005G“ nach Prof. Klaus Heubeck maßgebend; das rechnungsmäßige Renteneintrittsalter richtet sich nach dem Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 (RVAGAnpG). Weitere Bewertungsparameter (zum Beispiel Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung) sind von untergeordneter Bedeutung.

Als wesentliche versicherungsmathematische Annahmen wurden der Rechnungszins und die zukünftige Sterblichkeit identifiziert. Wie im Vorjahr ist die Basis für die Berechnung der Sensitivitäten die gleiche Methode, die für die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen angewendet wurde.

Sollte sich der Abzinsungsfaktor um 100 Basispunkte erhöhen, würde die DBO um 95 Mio. € (Vorjahr 97 Mio. €) sinken. Bei einem Rückgang um 100 Basispunkte hätte dies einen Anstieg der DBO um 126 Mio. € (Vorjahr 130 Mio. €) zur Folge. Hierbei ist zu beachten, dass die Veränderung des Abzinsungsfaktors aufgrund bestimmter finanzmathematischer Effekte (zum Beispiel Zinseszins) die Entwicklung der DBO nicht linear beeinflusst. Sollte sich die Lebenserwartung um 1 Jahr erhöhen, würde die DBO um 22 Mio. € (Vorjahr 24 Mio. €) steigen.

Darüber hinaus bestehen zwischen den einzelnen versicherungsmathematischen Annahmen Abhängigkeiten, die jedoch im Rahmen der Sensitivitätsbetrachtung unberücksichtigt blieben.

Am 31. Dezember 2015 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 22 Jahren (Vorjahr 20 Jahre). Folgende Tabelle zeigt die für die nächsten Jahre erwarteten Zahlungen für Versorgungsleistungen:

Tabelle anzeigen
in Mio. € zum 31.12.2015 2016 2017 2018 2019 2020
zu erwartende Zahlungen 20.417 22.284 21.314 21.105 21.151

Tabelle anzeigen
in Mio. € zum 31.12.2014 2015 2016 2017 2018 2019
zu erwartende Zahlungen 14.442 15.516 16.546 17.836 18.765

Übrige Leistungen an Arbeitnehmer

Bei den Rückstellungen für Übrige Leistungen an Arbeitnehmer handelt es sich vorwiegend um Erfolgsbeteiligungen, Jubiläumsverpflichtungen, Altersteilzeitverpflichtungen und Abfindungen.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und Pönalien decken die gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden ab und basieren auf Schätzungen aufgrund historischer Daten von ähnlichen Produkten und Dienstleistungen.

Die im Vorjahr gebildeten Restrukturierungsrückstellungen betreffen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung in Deutschland. Sie beinhalten Kosten für die Schließung eines saarländischen Produktionsstandortes sowie die Reduzierung unserer Gießerei-Aktivitäten am Standort ­Pegnitz.

Innerhalb der Übrigen Rückstellungen sind Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (1.298 T€ für 2015 und 1.179 T€ für 2014), Kundenboni und Umweltschutzmaßnahmen enthalten. Darüber hinaus sind auch Prozessrisiken abgedeckt, sofern die Ansatzkriterien für eine Rückstellung erfüllt sind (11,1 Mio. €; Vorjahr 6,7 Mio. €). Hierbei handelt es sich üblicherweise um Risiken aus Rechtsstreitigkeiten aus dem operativen Geschäft, oder, in seltenen Fällen, Streitfälle mit Behörden oder Personalsachverhalten. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend ­gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Darüber hinaus bestehen Eventualschulden aus Rechtstreitigkeiten aus dem operativen Geschäft in Höhe von 73,6 Mio. € (Vorjahr 42,9 Mio. €). Für den Fall einer Inanspruchnahme bestehen entsprechende Versicherungen in Höhe von 11,0 Mio. € (Vorjahr 13,4 Mio. €).

Von den Sonstigen Rückstellungen werden erwartungsgemäß 18.790 T€ (Vorjahr 16.253 T€) nach mehr als einem Jahr zahlungswirksam.

10
Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten
Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2015 31.12.2014
Finanzschulden 133.504 159.427
aus Schuldscheindarlehen 122.371 139.766
gegenüber Kreditinstituten 10.069 18.203
aus Leasingverpflichtungen 954 1.185
Sonstige 110 273

Kurzfristige Verbindlichkeiten
Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2015 31.12.2014
Finanzschulden 44.316 93.524
aus Schuldscheindarlehen - 35.000
gegenüber Kreditinstituten 42.739 56.774
aus Leasingverpflichtungen 436 525
gegenüber Sonstigen Beteiligungen, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 1.131 1.215
Sonstige 10 10
 
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 238.848 211.723
gegenüber fremden Dritten 236.879 209.808
gegenüber Sonstigen Beteiligungen, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 1.969 1.915
 
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 85.911 100.429 1, 2
Erhaltene Anzahlungen PoC 49.418 46.980
Devisentermingeschäfte 6.843 11.488
Zinsswaps 745 888
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 28.905 41.073 1, 2
 
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 179.139 164.936 3
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 87.173 73.902
Im Rahmen der sozialen Sicherheit und gegenüber Mitarbeitern 54.080 51.907 3
Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern) 19.884 20.837
Rechnungsabgrenzungen 12.744 12.732
Vereinnahmte Investitionszuschüsse und -zulagen 5.258 5.558
 
Ertragsteuerschulden 10.082 3.304 4
1
Korrektur gem. IAS 8: Bewertung der Pensionsverpflichtungen Indien in Höhe von 40 T€
2
Korrektur gem. IAS 8: Kaufpreisverbindlichkeit Schweden in Höhe von 3.328 T€
3
Anpassung aufgrund Umgliederung der Resturlaubs- und Urlaubsgeldansprüche in Höhe von 23.201 T€) in Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und gegen Mitarbeitern)
4
Anpassung aufgrund Umgliederung der Ertragsteuerschulden in kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 3.304 T€

Zur mittelfristigen Liquiditätssicherung hat die KSB AG im Jahr 2012 vorsorglich ein Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 175 Mio. € platziert. Dieses Darlehen ist unterteilt in Rückzahlungstranchen von 3, 5, 7 und 10 Jahren. Aufgrund der unterschiedlichen Laufzeiten der Rückzahlungstranchen erfolgt die Verzinsung mit unterschiedlichen Zinssätzen, diese sind teilweise fix vereinbart, teilweise variabel. Im Berichtsjahr wurden 35,0 Mio. € planmäßig sowie 17,5 Mio. € vorzeitig getilgt.

Die Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 102 Mio. € (Vorjahr 155 Mio. €) und Sonstige Finanzschulden mit unverändert 20 Mio. €.

Im KSB Konzern sind zur Sicherung von Bankschulden und Verbindlichkeiten auf Basis üblicher Bedingungen Vermögenswerte von 3.778 T€ (Vorjahr 7.804 T€) sicherungsübereignet. Davon entfallen wie im Vorjahr keine auf Sachanlagen, 180 T€ (Vorjahr 3.178 T€) auf Vorräte, wie im Vorjahr keine auf Forderungen und 3.598 T€ (Vorjahr 4.626 T€) auf sonstige Sicherungsmaßnahmen.

Im Berichtsjahr sind 93 T€ (Vorjahr 2.117 T€) der Verbindlichkeiten durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Die ausgewiesenen Investitionszuschüsse und -zulagen sind überwiegend Fördermittel der Europäischen Union sowie deutscher Institutionen für Neubauten und Entwicklungshilfeprojekte.

Der gewichtete Durchschnittszinssatz der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus dem Schuldscheindarlehen beträgt 3,03 % (Vorjahr 2,84 %). Das Zinsänderungsrisiko besteht bei dem überwiegenden Anteil des zuvor erwähnten Schuldscheindarlehens.

Im Berichtsjahr existieren – wie im Vorjahr – keine Covenantvereinbarungen für Kredite.

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

11
Umsatzerlöse
Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 2.086.660 1.957.445
Dienstleistungsumsätze 248.171 224.294
2.334.831 2.181.739

Die Auswirkung aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode nach IAS 11 sowie die Umsatzaufgliederung nach Pumpen, Armaturen und Service kann der Segment­berichterstattung entnommen werden.

12
Sonstige Erträge
Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014
Erträge aus Anlagenabgängen 2.769 3.646
Auflösung von Wertberichtigungen von Forderungen 10.032 4.327
Währungsgewinne 2.450 2.354
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 14.222 9.095
Übrige Erträge 20.479 16.838
49.952 36.260

Die Übrigen Erträge enthalten vorwiegend Provisionserträge, Miet- und Pachterträge, Schadensvergütungen von Versicherern sowie Zuschüsse und Zulagen. An Erträgen aus Zuschüssen der öffentlichen Hand zur Förderung einzelner Projekte (zum Beispiel für Forschungsaktivitäten) ­haben wir 2.846 T€ (Vorjahr 3.675 T€) erhalten.

13
Materialaufwand
Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 888.152 816.936
Aufwendungen für bezogene Leistungen 91.379 70.442
979.531 887.378
14
Personalaufwand
Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014*
Löhne und Gehälter 661.374 634.145*
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 126.876 122.695
Aufwendungen für Altersversorgung 31.000 28.002
819.250 784.842*
*
Korrektur gem. IAS 8: Bewertung der Pensionsverpflichtungen Frankreich und Indien in Höhe von – 629 T€

Die Aufwendungen für Altersversorgung sind um den in den Pensionsrückstellungen enthaltenen Zinsanteil vermindert. Dieser ist als Zinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen.

Mitarbeiter
Tabelle anzeigen
Im Jahresdurchschnitt Zum Bilanzstichtag
2015 2014 31.12.2015 31.12.2014
Lohnempfänger 7.512 7.634 7.351 7.536
Gehaltsempfänger 8.364 8.329 8.415 8.284
15.876 15.963 15.766 15.820
Auszubildende 438 489 430 489
16.314 16.452 16.196 16.309

Der Erwerb des Servicebetriebs bei der KSB SERVICE COTUMER führte zu einem Aufbau von 134 Personen im Jahresdurchschnitt sowie 126 Personen zum Bilanzstichtag.

15
Andere Aufwendungen
Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014
Verluste aus Anlagenabgängen 3.258 578
Verluste aus dem kurzfristigen Vermögen
(im Wesentlichen Wertberichtigungen Forderungen)
12.798 10.784
Währungsverluste 2.778 4.292
Sonstige Personalaufwendungen 28.253 36.584
Reparaturen, Instandhaltungen, Fremdleistungen 95.546 85.451
Vertriebskosten 90.658 84.840
Verwaltungsaufwand 94.038 94.048
Mieten und Pachten 28.923 27.858
Übrige Aufwendungen 55.215 48.529
411.467 392.964

Die Übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Gewährleistungen, Pönalien und Zuführungen zu Rückstellungen.

16
Finanzergebnis
Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014
Finanzerträge 7.682 6.497
Erträge aus Beteiligungen 14
davon aus Sonstigen Beteiligungen (–) (14)
Zinsen und ähnliche Erträge 7.635 6.434
davon aus Sonstigen Beteiligungen (76) (60)
davon aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (12) (15)
Sonstige Finanzerträge 47 49
Finanzaufwendungen – 22.360 – 24.668 1, 2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 19.414 – 22.795 1
davon aus Sonstigen Beteiligungen (–) (–)
Abschreibungen auf Sonstige Beteiligungen – 2 – 1.758
Abschreibungen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen – 2.700
Aufwendungen aus der Neubewertung von Finanzinstrumenten – 178 – 71 2
Sonstige Finanzaufwendungen – 66 – 44
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 4.373 1.582
Finanzergebnis – 10.305 – 16.589 1, 2

1 Korrektur gem. IAS 8: Bewertung der Pensionsverpflichtungen Frankreich und Indien in Höhe von – 316 T€

2 Korrektur gem. IAS 8: Kaufpreisverbindlichkeit Schweden in Höhe von – 71 T€

In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ist der Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen mit 11.577 T€ (Vorjahr angepasst 14.008 T€) enthalten. Die Veränderung des Finanz­ergebnisses ist vor allem auf höhere Erträge aus nach der Equity-Methode bilanzierten Betei­ligungen zurückzuführen. Die Abschreibungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen betrafen infolge anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten ein deutsches Gemeinschaftsunternehmen.

17
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In dieser Position werden alle ertragsabhängigen Steuern der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie Latente Steuern ausgewiesen. Die Sonstigen Steuern weisen wir innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung nach den Anderen Aufwendungen aus.

Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014 nach Anpassung aufgrund IAS 8 2014 vor Anpassung aufgrund IAS 8
Effektive Steuern 43.538 39.279 39.279
Latente Steuern – 2.316 – 12.752 – 12.863
41.222 26.527 26.416

In den Effektiven Steuern sind Steuererstattungen in Höhe von 85 T€ (Vorjahr 1.556 T€) und Steuernachzahlungen in Höhe von 2.912 T€ (Vorjahr 2.104 T€) enthalten.

Überleitungsrechnung latente Steuern
Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014 nach Anpassung aufgrund IAS 8 2014 vor Anpassung aufgrund IAS 8
Veränderung Aktiver latenter Steuern 2.493 – 47.220 – 47.026
Veränderung Passiver latenter Steuern 1.015 – 1.263 – 441
Veränderung latenter Steuern gemäß Bilanz 3.508 – 48.483 – 47.467
 
Veränderung erfolgsneutral gebildeter latenter Steuern – 5.983 34.857 33.730
Veränderung Konsolidierungskreis / Währung / Sonstiges 159 874 874
Latente Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung – 2.316 – 12.752 – 12.863
Aufteilung der latenten Steuern
Tabelle anzeigen
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in T € 2015 2014 nach Anpassung aufgrund IAS 8 2014 vor
Anpassung
aufgrund IAS 8
2015 2014 nach Anpassung aufgrund IAS 8 2014 vor
Anpassung
aufgrund IAS 8
Langfristige Vermögenswerte 1.619 2.913 2.913 33.543 34.532 34.532
Immaterielle Vermögenswerte 1.019 1.977 1.977 484 725 725
Sachanlagen 479 845 845 32.932 32.948 32.948
Finanzielle Vermögenswerte 121 91 91 127 859 859
Kurzfristige Vermögenswerte 59.132 54.330 54.330 54.236 50.848 50.848
Vorräte 52.413 47.840 47.840 94 1.144 1.144
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.719 6.490 6.490 54.142 49.349 49.349
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 355 355
Langfristige Schulden 82.244 86.592 83.623 222 182 182
Rückstellungen 82.055 86.259 83.290 183 112 112
Andere Verbindlichkeiten 189 333 333 39 70 70
Kurzfristige Schulden 17.789 20.596 20.337 8.765 8.623 8.623
Rückstellungen 7.929 9.287 11.112 719 782 782
Andere Verbindlichkeiten 9.860 11.309 9.225 8.046 7.841 7.841
Steuerliche Verlustvorträge 7.303 4.583 4.583
Latente Steuern brutto – vor Saldierung 168.087 169.014 165.786 96.766 94.185 94.185
Saldierung nach IAS 12.74 – 83.727 – 82.161 – 79.127 – 83.727 – 82.161 – 79.127
Latente Steuern netto – nach Saldierung 84.360 86.853 86.659 13.039 12.024 15.058

In Höhe von 66.867 T€ (Vorjahr 11.281 T€) wurden zum Bilanzstichtag Aktive latente Steuern (nach Saldierung) bilanziert, die aus Gesellschaften resultieren, welche im Geschäftsjahr oder im Vorjahr einen Verlust erzielt haben und deren Realisierung ausschließlich vom Entstehen zukünftiger Gewinne abhängt. Aufgrund der vorliegenden Planzahlen gehen wir von dieser Realisierung aus.

Die im Eigenkapital berücksichtigten Steuern verteilen sich wie folgt:

ERTRAGSTEUERN IM EIGENKAPITAL
Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014 nach
Anpassung
aufgrund IAS 8
2014 vor
Anpassung
aufgrund IAS 8
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne 18.087 – 101.841 – 98.568
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 5.454 31.003 29.876
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.158 38.834 38.834
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Marktwertänderung von Finanzinstrumenten 3.077 – 11.534 – 11.534
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 529 3.854 3.854
Sonstiges Ergebnis 16.339 – 39.684 – 37.538

Im Berichtsjahr gibt es, wie im Vorjahr, keine Einflüsse aus der Einführung neuer nationaler Steuern. Aus Steuersatzänderungen im Ausland ergab sich eine Reduzierung des Gesamtsteueraufwands in Höhe von 591 T€, im Vorjahr gab es keine wesentlichen Auswirkungen auf den Gesamtsteueraufwand.

Für Ergebnisse verbundener Unternehmen und Beteiligungen werden in Zusammenhang mit der Ausschüttung anfallende Quellensteuern und anfallende deutsche Steuern als latente Steuern passiviert, wenn entweder davon auszugehen ist, dass diese Gewinne einer Besteuerung unterliegen oder beabsichtigt ist, sie nicht auf Dauer zu reinvestieren. Auf die temporären Unterschiede in Höhe von 7.205 T€ (Vorjahr 7.370 T€) im Zusammenhang mit verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

Auf Verlustvorträge in Höhe von 49.641 T€ (Vorjahr 43.452 T€) haben wir keine Aktiven ­latenten Steuern gebildet. Eine zeitnahe Inanspruchnahme ist hier unwahrscheinlich. Sie sind größtenteils zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Abzugsfähige temporäre Differenzen („temporary differences“), auf die keine Aktiven latenten Steuern zu bilden waren, betrugen 9.736 T€ (Vorjahr keine).

Überleitungsrechnung Ertragsteuern
Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014 nach Anpassung
aufgrund IAS 8
2014 vor
Anpassung
aufgrund IAS 8
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 93.392 72.836 72.594
darauf rechnerische Ertragsteuer gemäß anzuwendendem Steuersatz (wie im Vorjahr 30 %) 28.018 21.851 21.778
Steuersatzunterschiede – 331 2.284 2.267
Veränderung Wertberichtigung latenter Steuern auf Verlustvorträge und nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge 2.357 882 882
Steuerfreie Erträge – 4.071 – 4.930 – 4.930
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 2.211 2.025 2.025
Wertminderungen Geschäfts- oder Firmenwerte 3.535 2.026 2.026
Periodenfremde Steuern 2.827 548 548
Nicht anrechenbare ausländische Ertragsteuern 2.851 2.438 2.438
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen – 306 371 371
Nicht angesetzte latente Steuern 2.181
Sonstiges 1.950 – 968 – 989
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 41.222 26.527 26.416
Tatsächliche Steuerquote 44 % 36 % 36 %

Der anzuwendende Steuersatz von unverändert 30 % ist ein Mischsatz, der sich aus den aktuell gültigen deutschen Steuersätzen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ergibt.

18
Ergebnis nach Ertragsteuern – Nicht beherrschende Anteile

Die den Gesellschaftern der nicht beherrschenden Anteile zustehenden Gewinne betragen 13.259 T€ (Vorjahr angepasst 10.322 T€) und die auf die Gesellschafter der nicht beherrschenden Anteile entfallenden Verluste 374 T€ (Vorjahr 2.718 T€). Sie betreffen vor allem die von der PAB GmbH, Frankenthal, gehaltenen Beteiligungen sowie unsere Gesellschaften in Indien.

19
Ergebnis je Aktie
Tabelle anzeigen
2015 2014*
Ergebnis nach Ertragsteuern – Anteile der Aktionäre der KSB AG T€ 39.285 38.705*
Den Vorzugsaktionären zustehende Mehrdividende
(0,26 € je Vorzugsaktie)
T€ – 225 – 225
T€ 39.060 38.480*
 
Anzahl Stammaktien Stück 886.615 886.615
Anzahl Vorzugsaktien Stück 864.712 864.712
Anzahl Aktien insgesamt Stück 1.751.327 1.751.327
 
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Stammaktie 22,30 21,97*
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie 22,56 22,23*

* Anpassung gem. IAS 8

VI. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente – Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:

Aktiva
Tabelle anzeigen
Bilanzposition / Klasse in T € Bewertungs- kategorie Erstbewertung / Folgebewertung Buchwert 31.12.2015 Beizulegender Zeitwert 31.12.2015 Buchwert 31.12.2014 Beizulegender Zeitwert 31.12.2014
Langfristiges Vermögen
Sonstige Beteiligungen n.a. Fortgeführte AK 5.074 3.941
Wertpapiere AfS Jeweils beizulegender Zeitwert 668 668 661 661
Ausleihungen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 2.219 2.219 2.718 2.718
 
Kurzfristiges Vermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 524.610 524.610 496.018 496.018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschafts- unternehmen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 36.193 36.193 30.459 30.459
Forderungen aus Darlehen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschafts- unternehmen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 3.189 3.189 2.542 2.542
Forderungen aus der PoC-Bewertung – netto – LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 102.937 102.937 87.724 87.724
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden n.a. Jeweils beizulegender Zeitwert 1.978 1.978 2.369 2.369
Andere Forderungen und sonstige ­Vermögenswerte LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 151.002 151.002 185.249* 185.249*
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel­äquivalente LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 273.136 273.136 278.552* 278.552*
*
Anpassung aufgrund Umgliederung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Restlaufzeit größer 3 Monate in Sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 154.121 T€

Passiva
Tabelle anzeigen
Bilanzposition / Klasse
in T €
Bewertungs-
kategorie
Erstbewertung /
Folgebewertung
Buchwert
31.12.2015
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2015
Buchwert
31.12.2014
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2014
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzschulden ohne
Leasing-Verpflichtungen
FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 132.550 130.942 158.242 152.460
Leasing-Verpflichtungen n.a. Jeweils nach IAS 17 954 982 1.185 1.201
 
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzschulden ohne
Leasing-Verpflichtungen
FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 43.880 43.880 92.999 92.999
Leasing-Verpflichtungen n.a. Jeweils nach IAS 17 436 446 525 538
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 238.848 238.848 211.723 211.723
Erhaltene Anzahlungen PoC FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 49.418 49.418 46.980 46.980
Zinsswaps, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden n.a. Jeweils beizulegender
Zeitwert
745 745 888 888
Devisentermingeschäfte, die für ­Sicherungsgeschäfte genutzt werden n.a. Jeweils beizulegender
Zeitwert
6.843 6.843 11.488 11.488
Übrige sonstige finanzielle Verbindlich­keiten (Kaufpreisverbindlichkeit) FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 3.506 3.506 3.328 1 3.328 1
Übrige sonstige finanzielle ­Verbindlichkeiten FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 25.399 25.399 37.745 2 37.745 2
Davon aggregiert nach Kategorien
gemäß IAS 39
Kredite und Forderungen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 1.093.286 1.093.286 1.083.262 1.083.262
Finanzielle Vermögenswerte
zur Veräußerung verfügbar
AfS Jeweils beizulegender
Zeitwert
668 668 661 661
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten
FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 493.601 491.993 551.017
1, 2
545.235 1, 2

1 Korrektur gem. IAS 8: Kaufpreisverbindlichkeit Schweden in Höhe von 3.328 T€

2 Korrektur gem. IAS 8: Bewertung der Pensionsverpflichtungen Indien in Höhe von – 40 T€

Der beizulegende Zeitwert der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen hat sich in der Berichtsperiode um 10.024 T€ (Vorjahr 18.259 T€) verändert, bei der Bewertungskategorie ­finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten um – 53.242 T€ (Vorjahr angepasst – 3.809 T€).

Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht mit Ausnahme der langfristigen Ausleihungen der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Dies gilt ebenfalls für alle passivisch dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der langfristigen Finanzschulden. Ursächlich hierfür sind überwiegend die kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente.

Bei den langfristigen Finanzschulden werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt. Hierbei legen wir eine adäquate Zinsstrukturkurve zugrunde.

Die in vorstehender Tabelle dargestellten beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens resultieren aus auf aktiven Märkten notierten Preisen (Stufe 1). Bei den Devisentermingeschäften und den Zinsswaps erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts auf Grundlage von Inputfaktoren, die sich indirekt (in Ableitung von Preisen, Stufe 2) beobachten lassen. In Stufe 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird. Währungsderivate bewerten wir mittels Devisenterminkursen, bei Zinsswaps ergibt sich der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme auf Basis der für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze und Zinsstrukturkurven.

In der nachfolgenden Tabelle sind die auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Kredite und Forderungen nach Bewertungskategorien gegliedert und in die zuvor beschriebenen Hierarchiestufen eingeteilt; Umgruppierungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen:

DARSTELLUNG VON HIERARCHIESTUFEN 2015
Tabelle anzeigen
in T € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere 668 668
Devisentermingeschäfte 1.978 1.978
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Devisentermingeschäfte 6.843 6.843
Zinsswaps 745 745
Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Ausleihungen 2.219 2.219
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 524.610 524.610
Forderungen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen 39.382 39.382
Forderungen aus der PoC-Bewertung
(inkl. Erhaltene Anzahlungen PoC)
102.937 102.937
Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte 151.002 151.002
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 273.136 273.136
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzschulden ohne Leasing-Verpflichtungen 174.822 174.822
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 238.848 238.848
Erhaltene Anzahlungen PoC 49.418 49.418
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 25.399 3.506 28.905
DARSTELLUNG VON HIERARCHIESTUFEN 2014
Tabelle anzeigen
in T € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere 661 661
Devisentermingeschäfte 2.369 2.369
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Devisentermingeschäfte 11.488 11.488
Zinsswaps 888 888
Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Ausleihungen 2.718 2.718
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 496.018 496.018
Forderungen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen 33.001 33.001
Forderungen aus der PoC-Bewertung
(inkl. Erhaltene Anzahlungen PoC)
87.724 87.724
Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte 185.249 1 185.249 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 278.552 1 278.552 1
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzschulden ohne Leasing-Verpflichtungen 245.459 245.459
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und ­Leistungen 211.723 211.723
Erhaltene Anzahlungen PoC 46.980 46.980
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 37.745 3 3.328 2 41.073 2, 3
1
Anpassung aufgrund Umgliederung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Restlaufzeit größer 3 Monate in Sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 154.121 T€
2
Korrektur gem. IAS 8: Kaufpreisverbindlichkeit Schweden in Höhe von 3.328 T€
3
Korrektur gem. IAS 8: Bewertung der Pensionsverpflichtungen Indien in Höhe von – 40 T€

Die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 1 ergeben sich aus Kapitalmarktnotierungen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 resultieren aus der Anwendung eines Discounted-Cash­flow-Verfahrens. Künftige Cashflows der Devisentermingeschäfte werden auf Basis von Devisenterminkursen (beobachtbare Kurse am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Devisenterminkursen geschätzt und mit einem adäquaten Zinssatz diskontiert. Künftige Cashflows der Zinsswaps werden auf Basis von Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Zinssätzen geschätzt und mit einem adäquaten Zinssatz diskontiert. Basis der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der Stufe 3 für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten waren spezialvertragliche Regelungen.

Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Berücksichtigung der Steuer­effekte sind in folgender Tabelle dargestellt:

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 2015
Tabelle anzeigen
in T € aus Zinsen und Dividenden aus der Folgebewertung aus Abgang Netto-ergebnis
zum beizulegenden Zeitwert Währungs­-umrechnung Wert-berichtigung
LaR 7.635 – 231 – 1.658 – 107 5.639
AfS 18 – 2 16
FLAC – 7.314 – 2.842 – 10.156
339 – 3.073 – 1.660 – 107 – 4.501
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 2014
Tabelle anzeigen
in T € aus Zinsen und Dividenden aus der Folgebewertung aus Abgang Netto-ergebnis
zum beizulegenden Zeitwert Währungs­-umrechnung Wert-berichtigung
LaR 6.434 2.334 – 4.901 3.867
AfS 33 15 – 1.758 – 1.710
FLAC – 8.150 – 161 – 8.311
– 1.683 15 2.173 – 6.659 – 6.154

Die dargestellten Zinsen sind Bestandteil des Finanzergebnisses. Der Effekt aus der Anwendung der Effektivzinsmethode ist hierbei unwesentlich, da die daraus resultierenden Zinserträge die Zinsaufwendungen nahezu kompensieren. Die übrigen Effekte haben teilweise auch die Sonstigen Erträge sowie die Anderen Aufwendungen beeinflusst.

Aus der Bewertungskategorie AfS resultiert ein Bewertungsergebnis in Höhe von 0 T€ (Vorjahr + 15 T€), das im Sonstigen Ergebnis erfasst und in der „Marktwertänderung von Finanz­instrumenten“ im Eigenkapital ausgewiesen wird. Im Berichtsjahr wurden 0 T€ (Vorjahr 0 T€) aus dem Eigenkapital entnommen beziehungsweise realisiert.

Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Aufrechnungsverein­barungen unterliegen, sind nicht wesentlich.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unseres Geschäftes müssen wir uns mit gewissen finanzwirtschaftlichen Risiken auseinandersetzen. Diese lassen sich in drei Bereiche gliedern:

Einerseits unterliegen wir dem sogenannten Kreditrisiko. Darunter verstehen wir den möglichen Ausfall oder verspäteten Eingang vertraglich vereinbarter Zahlungen. Darüber hinaus ­besteht ein Liquiditätsrisiko. Dieses beinhaltet, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht oder nicht vollständig erfüllen kann. Ferner sind wir dem sogenannten Marktpreisrisiko ausgesetzt. Die Gefahr von Währungs- oder Zinsänderungen kann einen ­negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben. Risiken von Wertpapier-­Kursschwankungen sind für uns nicht wesentlich.

All diese Risiken begrenzen wir mittels eines adäquaten Risikomanagementsystems. Durch Richtlinien und Arbeitsanweisungen regeln wir den Umgang mit diesen Risiken. Darüber hinaus überwachen wir ständig die aktuellen Risikoausprägungen und geben die gewonnenen Erkenntnisse regelmäßig in Form standardisierter Berichte und individueller Analysen an Vorstand und Aufsichtsrat weiter.

Nachfolgend werden die drei Risikobereiche detailliert beschrieben. Darüber hinaus finden Sie weitere Informationen im Konzernlagebericht, hier vor allem in den Kapiteln „Wirtschaftsbericht“, „Prognosebericht“ sowie „Chancen- und Risikobericht“.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht insbesondere darin, dass eine Forderung erst verspätet, teilweise oder gar nicht beglichen wird. Dieses minimieren wir durch eine Vielzahl von Maßnahmen. Grundsätzlich führen wir bei potenziellen und bestehenden Vertragspartnern Bonitätsprüfungen durch. Geschäftsbeziehungen gehen wir nur dann ein, wenn diese Prüfung positiv ausfällt. Darüber hinaus schließen vor allem unsere europäischen Gesellschaften Warenkreditversicherungen ab; insgesamt betrifft dies wie im Vorjahr etwa 10 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns. In Ausnahmefällen akzeptieren wir andere Sicherheiten wie beispielsweise Bürgschaften. Diese Versicherungen übernehmen im Wesentlichen das Risiko des Forderungsausfalls. Darüber hinaus sichern wir politische und wirtschaftliche Risiken bei ­bestimmten Kunden in ausgewählten Ländern ab. Für beide Versicherungsarten haben wir Selbstbehalte vereinbart, die allerdings deutlich weniger als 50 % des abgesicherten Volumens ausmachen. Im Rahmen unseres Forderungsmanagements verfolgen wir ständig die offenen Positionen, führen Fälligkeitsanalysen durch und treten bei aufkommenden Zahlungsverzögerungen frühzeitig in Kontakt mit dem Kunden. Bei Großprojekten sehen unsere Geschäftskonditionen Anzahlungsleistungen, Bürgschaften sowie bei Exportgeschäften Akkreditivabsicherungen vor. Dies trägt ebenfalls zu einer Risikobegrenzung bei. Für das verbleibende Restrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nehmen wir Wertberichtigungen vor. Dazu prüfen wir regelmäßig, inwieweit ein Wertberichtigungsbedarf einzelner Forderungen besteht. Indikatoren hierfür sind erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners wie Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz. Darüber hinaus decken wir die Kreditrisiken bei überfälligen Forderungen ab, indem wir Vorsorge auf Basis von Erfahrungswerten der Vergangenheit treffen. Ausbuchungen nehmen wir dann vor, wenn hinreichend sicher ist, dass keine Zahlungseingänge zu erwarten sind (zum Beispiel nach Abschluss von Insolvenz- und Konkursverfahren).

Die Wertberichtigungen der Klasse „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ sind im KSB Konzern die einzig Wesentlichen. Sie haben sich wie folgt entwickelt:

Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014
Anfangsbestand 1.1. 35.905 30.337
Zuführungen 10.310 8.560
Verbrauch – 2.197 – 1.821
Auflösungen – 8.990 – 3.512
Veränderung Konsolidierungskreis / Währung / Sonstiges 532 2.341
Endbestand 31.12. 35.560 35.905

Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2015 31.12.2014
Weder überfällige noch einzelwertberichtigte Forderungen 398.135 384.417
Überfällige, jedoch nicht einzelwertberichtigte Forderungen
1 bis 30 Tage 44.810 48.025
31 bis 90 Tage 32.146 32.596
91 bis 180 Tage 10.289 11.297
> 180 Tage 11.622 11.438
Gesamt 98.867 103.356
Einzelwertberichtigte Forderungen 27.608 8.245
Einzelwertberichtigte Forderungen zum Nennwert 63.168 44.150
Einzelwertberichtigungen 35.560 35.905
Buchwert (netto) 524.610 496.018

Hinsichtlich der weder überfälligen noch einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass unsere Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dies gilt auch für alle anderen Finanzinstrumente.

Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung erhaltener Sicherheiten entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte.

Eine Risikokonzentration ist nicht gegeben, da wir aufgrund der Heterogenität unseres Geschäftes insgesamt eine erhebliche Anzahl verschiedener Kunden bedienen.

Liquiditätsrisiko

Unser Liquiditätsmanagement gewährleistet, dass wir dieses Risiko im Konzern minimieren und unsere Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben ist. Risikokonzentrationen bestehen nicht, da wir mit verschiedenen Kreditinstituten zusammenarbeiten, an die wir auch strenge Bonitätsanforderungen stellen.

Wir generieren unsere finanziellen Mittel überwiegend aus dem operativen Geschäft. Diese nutzen wir, um Investitionen in langfristiges Vermögen zu finanzieren. Darüber hinaus decken wir damit den Finanzierungsbedarf des Working Capital. Um diesen möglichst gering zu halten, verfolgen wir die Entwicklung unserer Forderungen, Vorräte und Verbindlichkeiten regelmäßig auf Basis eines einheitlichen Konzernberichtswesens.

Dieses Berichtswesen stellt außerdem mithilfe der monatlich rollierenden Cashflow-Planung sicher, dass das zentrale Finanzmanagement des Konzerns fortlaufend Kenntnis über Liquiditätsüberschüsse und -bedarfe hat. Dadurch sind wir in der Lage, den Bedürfnissen des Gesamtkonzerns sowie der einzelnen Gesellschaften bestmöglich zu entsprechen. Für ausgewählte Gesellschaften nutzen wir ein Cash-Pooling-System, das einen optimierten Einsatz der verfügbaren Mittel im Konzern erlaubt. Weiterhin wenden wir innerhalb der KSB-Gruppe ein weltweites Forderungs-Netting-Verfahren an; damit minimieren wir sowohl das Volumen der Liquiditätsströme als auch die damit verbundenen Gebühren. Um notwendige Sicherheiten im Projektgeschäft bieten zu können, stellen wir zudem entsprechende Bürgschaftsvolumina bereit. Es sind jeweils angemessene Teile für länger als ein Jahr zugesagt. Darüber hinaus sorgen wir stets für ausreichend Kreditlinien, deren Umfang wir anhand regelmäßiger Liquiditätsplanungen ermitteln. So können wir jederzeit auf schwankende Liquiditätsbedarfe reagieren. Unsere zugesagten Barkredit- und Avallinien belaufen sich auf rund 940 Mio. € (Vorjahr rund 958 Mio. €), davon haben wir 627,7 Mio. € (Vorjahr 627,8 Mio. €) noch nicht in Anspruch genommen.

Die folgenden Darstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten künftigen Cash­­flows der finanziellen Verbindlichkeiten (originäre Finanzinstrumente) sowie der derivativen Finanzinstrumente. Zinsauszahlungen aus Verbindlichkeiten mit fixer Verzinsung werden anhand des Festzinses ermittelt. Variable Zinsauszahlungen basieren auf den letzten vor dem 31. Dezember variabel gefixten Zinssätzen. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht in die Darstellung ein. Nach unserem heutigen Kenntnisstand ist es weder zu erwarten, dass die dargestellten Zahlungsströme deutlich früher eintreten, noch dass sie in ihrer Höhe erheblich abweichen.

Cashflows finanzieller verbindlichkeiten 2015
Tabelle anzeigen
in T € Gesamt bis 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 191.227 48.386 118.138 24.703
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 238.848 238.848
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 28.905 26.610 2.295
Derivative Finanzinstrumente Auszahlungen – 1.877 – 1.683 – 194
Derivative Finanzinstrumente Einzahlungen 7.487 5.542 1.881 64
464.590 317.703 122.120 24.767
Cashflows finanzieller verbindlichkeiten 2014
Tabelle anzeigen
in T € Gesamt bis 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 272.124 99.497 146.580 26.047
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 211.723 211.559 164
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 41.073* 40.457* 616
Derivative Finanzinstrumente Auszahlungen – 2.622 – 2.303 – 319
Derivative Finanzinstrumente Einzahlungen 12.687 10.925 1.716 46
534.985* 360.135* 148.757 26.093
*
Korrektur gem. IAS 8: Bewertung der Pensionsverpflichtungen Indien in Höhe von – 40 T€ und Kaufpreisverbindlichkeit Schweden in Höhe von 3.328 T€
Marktpreisrisiko

Mit unseren weltweiten geschäftlichen Aktivitäten übernehmen wir vor allem Währungs- und Zinsrisiken. Verändern sich die Marktpreise, kann dies Auswirkungen auf beizulegende Zeitwerte sowie auf künftige Cashflows haben. Mittels Sensitivitätsanalysen ermitteln wir, welche hypothetischen Auswirkungen solche Marktpreisschwankungen auf Ergebnis und Eigenkapital hätten. Hierbei unterstellen wir, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Die Risiken aus Preisänderungen auf der Beschaffungsseite für Aufträge mit langen Lieferzeiten reduzieren wir, indem wir Preisgleitklauseln vereinbaren oder bei Festpreisaufträgen abzu­sehende Teuerungsraten beim Verkaufspreis berücksichtigen.

Währungsrisiken betreffen überwiegend unsere Cashflows aus operativen Tätigkeiten. Sie entstehen dann, wenn die Konzernunternehmen Geschäfte in Währungen abwickeln, die nicht ihrer funktionalen Währung entsprechen. Dieses Risiko minimieren wir durch den Einsatz von Devisentermingeschäften und in seltenen Fällen von Währungsoptionen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in diesem Anhang unter „Derivative Finanzinstrumente“. Im Rahmen von Mikro-Hedges sichern wir sowohl bereits bilanzierte Geschäfte als auch zukünftige mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Zahlungsströme. Die eingesetzten Sicherungsinstrumente stimmen in den wesentlichen Bedingungen von Betrag, Laufzeit und Qualität mit den Grundgeschäften überein. Interne Richtlinien regeln den Einsatz der Finanzinstrumente. Zudem erfolgt eine ständige Risikokontrolle dieser Geschäfte. Bei den eingesetzten Sicherungsinstrumenten handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte von bonitätsmäßig einwandfreien Banken. Um die Effektivität von Sicherungsbeziehungen zu messen, stellen wir die Marktwerte von Grund- und Sicherungsgeschäften gegenüber. Dabei gleichen sich die Veränderungen der Marktwerte der Derivate mit den Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Cashflows aus den Grundgeschäften aus (hypothetische Derivatemethode). Währungsrisiken, die sich aus der Umrechnung ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzernwährung Euro ergeben, sichern wir grundsätzlich nicht ab.

Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte beträgt zum Bilanzstichtag 253.980 T€ (Vorjahr 234.998 T€) und das der gesamten Zinsderivate 39.500 T€ (Vorjahr 60.579 T€). Die vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen für Devisentermingeschäfte und Zinsderivate stellen sich wie folgt dar:

Nominalvolumina 2015
Tabelle anzeigen
in T € Gesamt bis 1 Jahr von 1 – 5 Jahren > 5 Jahre
Devisentermingeschäfte 253.980 236.311 17.448 221
Zinsderivate 39.500 39.500
293.480 236.311 56.948 221
Nominalvolumina 2014
Tabelle anzeigen
in T € Gesamt bis 1 Jahr von 1 – 5 Jahren > 5 Jahre
Devisentermingeschäfte 234.998 214.798 19.864 336
Zinsderivate 60.579 21.000 39.579
295.577 235.798 59.443 336

Marktwertänderungen von Derivaten zur Sicherung zukünftiger Cashflows von – 5.026 T€ (Vorjahr – 8.104 T€) sind im Eigenkapital enthalten. Sie haben sich wie folgt entwickelt:

Tabelle anzeigen
in T € 2015 2014
Anfangsbestand 1.1. – 8.104 3.446
Veränderung Konsolidierungskreis / Währung / Sonstiges – 32 – 4
Abgänge 5.552 – 2.079
Zugänge – 2.442 – 9.467
Endbestand 31.12. – 5.026 – 8.104

Die wichtigsten Fremdwährungen im KSB Konzern sind der Chinesische Yuan (CNY) und der US-Dollar (USD). Für die Währungs-Sensitivitätsanalyse simulieren wir Effekte auf Basis des Nominalvolumens unserer existierenden Währungsderivate sowie der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag. Dabei unterstellen wir eine 10 %-Aufwertung (Abwertung) des Euro gegenüber den Fremdwährungen. Dies wären im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr rund 2,7 Mio. € bei CNY und 2,2 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €) bei USD.

Tabelle anzeigen
CNY 31.12.2015 CNY 31.12.2014 USD 31.12.2015 USD 31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
73,4 Mio. € 69,8 Mio. € 36,1 Mio. € 24,2 Mio. €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
46,0 Mio. € 43,2 Mio. € 13,8 Mio. € 12,2 Mio. €
Saldo 27,4 Mio. € 26,6 Mio. € 22,3 Mio. € 12,0 Mio. €

Bezogen auf die Bewertung von Derivaten wäre zum Bilanzstichtag das Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Derivate um 8,5 Mio. € niedriger (höher) gewesen; 6,4 Mio. € ­resultieren aus USD sowie 2,1 Mio. € aus den restlichen Währungen. Zum Vorjahres-Bilanzstichtag wären das Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Derivate um 13,2 Mio. € niedriger (höher) gewesen; 10,6 Mio. € resultieren aus USD sowie 2,6 Mio. € aus den restlichen Währungen.

Die mit unseren Finanzierungstätigkeiten verbundenen Zinsänderungsrisiken überwachen wir regelmäßig. Um negative Auswirkungen aus Zinsschwankungen an den internationalen Kapitalmärkten zu vermeiden, schließen wir gegebenenfalls Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps) für in der Regel langfristige Kredite ab. Diese dienen ausnahmslos der Absicherung variabel verzinster Darlehen gegen steigende Zinsen.

Im Rahmen unserer Zins-Sensitivitätsanalyse simulieren wir eine Erhöhung (Absenkung) des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte. Wir betrachten hierbei die Auswirkungen auf die variabel verzinslichen Finanzinstrumente. 2015 wäre das Zinsergebnis um 1,8 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €) jeweils höher (geringer) ausgefallen. Wertänderungen von Zinsderivaten zur Absicherung variabel verzinslicher Verbindlichkeiten erhöhen (verringern) das Eigenkapital um 0,3 (0,3) Mio. € (Vorjahr 0,6 (0,6) Mio. €).

VII. Kapitalflussrechnung

Bei der Kapitalflussrechnung teilen wir Zahlungsströme auf in die Bereiche Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten, Cashflow aus Investitionstätigkeiten und Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten. Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises und aus Wechselkursen sind in den jeweiligen Positionen eliminiert. Der Einfluss von Wechselkursänderungen (Basis: Jahresdurchschnittskurse) und Konsolidierungskreisänderungen auf den Finanzmittelbestand ist gesondert dargestellt.

Innerhalb des Cashflows aus betrieblichen Tätigkeiten zeigen wir als Zwischensumme noch einen Cashflow, der lediglich das Jahresergebnis, die Zu- und Abschreibungen, die Veränderung der langfristigen Rückstellungen sowie zahlungsunwirksame Effekte unter anderem aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens darstellt. Einschließlich der Veränderungen der weiteren operativen Bestandteile von Vermögen (inklusive der Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens) und Schulden ergibt sich der Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten. Es werden nur solche Änderungen berücksichtigt, die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.

Im Cashflow aus Investitionstätigkeiten berücksichtigen wir ausschließlich die zahlungswirksamen Investitionszugänge und -abgänge in den Immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen, den Finanziellen Vermögenswerten sowie die Veränderung der Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als 3 Monaten.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten beinhaltet neben Zahlungsströmen, die aus Eigenkapitalpositionen resultieren (Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen) auch diejenigen Zahlungsströme, welche durch Veränderungen von Finanzverbindlichkeiten entstehen.

Sofern im Finanzmittelbestand (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) nicht frei verfügbare Mittel enthalten sind, werden diese gesondert ausgewiesen.

VIII. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung wird gemäß IFRS 8 auf Basis des Management Approachs erstellt und entspricht unserer internen Organisations- und Managementstruktur sowie der Berichterstattung an den Vorstand als verantwortliche Unternehmensinstanz. In unserer Matrixorganisation treffen wir Managemententscheidungen vorrangig auf Basis der für die Segmente Pumpen, Armaturen und Service ermittelten Kennzahlen Auftragseingang, Außenumsatz sowie Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) ohne die Effekte aus der Bewertung von Fertigungsaufträgen nach IAS 11. Die Darstellung des jeweiligen Vermögens, der Mitarbeiter und der Innenumsätze zwischen den Segmenten sind nicht Bestandteil unseres internen Reportings. Die für diese nach Produktgruppen ausgerichteten Segmente zuständigen Führungskräfte sind ergebnisverantwortlich. Sie erkennen markt- und branchenübergreifend die Chancen für unser Geschäft und bewerten unsere Möglichkeiten auf Basis der bestehenden und künftigen Marktanforderungen. Auch Neu- oder Weiterentwicklungen unserer Produkte stoßen sie frühzeitig an. Hierbei arbeiten sie eng mit unserer Verkaufsorganisation und unserer Produktbereitstellung zusammen.

Das Segment Pumpen beinhaltet ein- und mehrstufige Pumpen sowie Tauchpumpen und die zugehörigen Regel- und Antriebssysteme. Einsatzgebiete sind die Verfahrens- und Gebäudetechnik, Wassertransport und Abwasser sowie Energieumwandlung und Feststofftransport.

Im Segment Armaturen sind Absperrklappen, Ventile, Schieber, Regel- und Membranventile sowie Kugelhähne zusammengefasst. Die zugehörigen Antriebe und Regelungen sind ebenfalls enthalten. Einsatzgebiete sind hier vor allem die Verfahrens- und Gebäudetechnik sowie Energieumwandlung und Feststofftransport.

Das Segment Service umfasst für alle Einsatzgebiete die Montage, Inbetriebnahme, Inspektion, Wartung und Reparatur von Pumpen, artverwandten Systemen sowie Armaturen, ebenso modulare Servicekonzepte und Systemanalysen für komplette Anlagen.

Unsere Gesellschaften lassen sich aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit in ein oder mehrere Segmente einordnen.

Die Angaben zu den einzelnen Segmenten sind in Übereinstimmung mit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des zugrunde liegenden Konzernabschlusses ermittelt.

Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze sind marktorientiert festgelegt (Arm’s-Length-Prinzip).

Im Berichtszeitraum gibt es, wie in der vergleichbaren Vorjahresperiode, keine aufgegebenen Geschäftsbereiche.

Der Auftragseingang nach Segmenten stellt die Auftragseingänge mit externen Dritten und mit nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gruppengesellschaften dar.

Als Außenumsatz nach Segmenten zeigen wir die Umsätze mit externen Dritten und mit nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gruppengesellschaften. Die Effekte aus der Bewertung von Fertigungsaufträgen nach IAS 11 sind als Überleitungseffekt gesondert ausgewiesen.

Die Tabelle zeigt die Ergebnisse vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) sowie das Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) einschließlich der nicht beherrschenden Ergebnisanteile anderer Gesellschafter. Die Effekte aus der Bewertung von Fertigungsaufträgen nach IAS 11 sind als Überleitungseffekt gesondert ausgewiesen.

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Auftragseingang Außenumsatz EBIT
in T € 2015 2014 2015 2014 2015 2014*
Segment Pumpen 1.452.431 1.524.126 1.513.977 1.437.920 55.389 56.343*
Segment Armaturen 367.965 407.394 384.570 378.839 10.340 16.947
Segment Service 440.783 389.702 413.618 373.824 36.157 28.757
Überleitung 22.666 – 8.844 3.285 – 12.850
Gesamt 2.261.179 2.321.222 2.334.831 2.181.739 105.171 89.197*
Finanzergebnis – Zinsen und ähnliche Erträge 7.635 6.434
Finanzergebnis – Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 19.414 – 22.795*
Ergebnis vor Ertragsteuern ( EBT ) 93.392 72.836*

* Anpassung gem. IAS 8

Das EBIT des Segments Pumpen enthält Abschreibungen von 50,9 Mio. € (Vorjahr 44,7 Mio. €), des Segments Armaturen von 12,6 Mio. € (Vorjahr 11,5 Mio. €) und des Segments Service von 12,0 Mio. € (Vorjahr 11,7 Mio. €).

Von den dargestellten Umsätzen wurden 620.238 T€ (Vorjahr 604.449 T€) von den in Deutschland ansässigen Gesellschaften, 261.769 T€ (Vorjahr 251.267 T€) von den französischen Gesellschaften, 209.959 T€ (Vorjahr 164.744 T€) von den US-amerikanischen Gesellschaften und 1.242.865 T€ (Vorjahr 1.161.279 T€) von den übrigen Konzerngesellschaften erwirtschaftet.

Es gab keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatzanteile gemessen am Konzern­umsatz wesentlich sind.

Das gesamte langfristige Vermögen des KSB Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 513.057 T€ (Vorjahr 494.469 T€); davon entfallen 177.596 T€ (Vorjahr 182.151 T€) auf die in Deutschland ansässigen Gesellschaften und 335.461 T€ (Vorjahr 312.318 T€) auf die übrigen Konzerngesellschaften. Es beinhaltet die Immateriellen Vermögenswerte, die Sachanlagen sowie die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen; langfristige Finanzinstrumente sowie ­Aktive latente Steuern sind nicht enthalten.

IX. Sonstige Angaben

Eventualschulden (Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen)

Haftungsverhältnisse und gewährte Sicherheiten
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in T € 2015 2014
Bürgschaften 2.739 2.545
Gewährleistungsverträge 1.239 1.250
Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
und sonstige Eventualschulden
9.444 4.230
13.422 8.025

Die sonstigen Eventualschulden enthalten 928 T€ für Steuersachverhalte (Vorjahr 607 T€). Derzeit liegen keine Erkenntnisse vor, die auf eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen hindeuten.

Es bestehen Eventualschulden des KSB Konzerns aus der Beteiligung an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 5.989 T€ (Vorjahr 5.697 T€). Der angegebene Betrag stellt den Anteil des Konzerns an den Eventualschulden aus Gemeinschaftsunternehmen dar. Gegen Sonstige Beteiligungen bestehen Eventualschulden in Höhe von 1.728 T€ (Vorjahr 1.758 T€). In welchem Umfang ein Mittelabfluss erforderlich werden wird, hängt vom künftigen Geschäftsverlauf des jeweiligen Unternehmens ab.

OPERATIVE LEASINGVERHÄLTNISSE
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Mindestleasingzahlungen
in T € 2015 2014
fällig bis 1 Jahr 17.832 16.283
fällig von 1 – 5 Jahren 32.398 30.045
fällig > 5 Jahre 7.799 9.005
58.029 55.333

Im Berichtsjahr haben wir 16.283 T€ (Vorjahr 14.955 T€) aufgewendet.

Die operativen Leasingverträge beziehen sich überwiegend auf Kraftfahrzeuge und Immobilien.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse
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Mindestleasingzahlungen Barwerte
in T € 2015 2014 2015 2014
fällig bis 1 Jahr 446 538 436 526
fällig von 1 – 5 Jahren 818 1.028 803 1.015
fällig > 5 Jahre 164 173 151 169
1.428 1.739 1.390 1.710

Die Finanzierungs-Leasingverträge beziehen sich größtenteils auf Immobilien. Hierbei umfasst die Laufzeit des Vertrages den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Die jährlichen Verpflichtungen aus IT-Dienstleistungsverträgen betragen über eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren 62.276 T€ (Vorjahr 22.956 T€).

Es bestehen wie im Vorjahr keine Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben und keine Zahlungsverpflichtungen aus Kapitalmaßnahmen bei Gruppengesellschaften.

Das gesamte Bestellobligo für Investitionen (grundsätzlich Sachanlagevermögen) beträgt 20.029 T€ (Vorjahr 17.809 T€). Die entsprechenden Zahlungen sind nahezu vollständig 2016 fällig.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr 57.987 T€ (Vorjahr 48.650 T€). Ein Teil hiervon sind auftragsbezogene Aufwendungen im Anwendungsbereich von IAS 11.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der KSB AG beeinflusst werden können beziehungsweise die einen Einfluss auf die KSB AG ausüben können.

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der KSB AG und ihren Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem KSB Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben.

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die KSB Stiftung, Stuttgart, als oberstes Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe, am 21. Mai 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der KSB AG, Frankenthal/Pfalz, am 5. Mai 2008 die Schwelle von 75,00 % überschritten hat und zu diesem Tag 80,24 % (711.453 Stimmrechte) betrug. Davon hielt die KSB Stiftung, Stuttgart, 0,54 % (4.782 Stimmrechte) direkt und 79,70 % (706.671 Stimmrechte) waren der KSB Stiftung, Stuttgart, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die der KSB Stiftung, Stuttgart, zugerechneten Stimmrechte wurden von der Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, gehalten.

Zu den nahestehenden Unternehmen zählen auch die nicht konsolidierten Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen der Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, sowie die Kühborth Stiftung GmbH, Stuttgart, die 1 % der Anteile an der Klein Pumpen GmbH hält.

Die folgende Tabelle zeigt erbrachte und in Anspruch genommene Leistungen sowie offene Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahestehenden Unternehmen:

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Verkäufe von Waren
und Dienstleistungen
Käufe von Waren
und Dienstleistungen
Forderungen Verbindlichkeiten
in T € 2015 2014 2015 2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Oberstes Mutterunternehmen
KSB Stiftung
1
Tochterunternehmen / assoziierte Unternehmen / Gemeinschafts­unternehmen der KSB Stiftung
Mutterunternehmen
Klein Pumpen GmbH
13 11 24 24
Tochtergesellschaften der
Klein Pumpen GmbH
3 520 2.374 130 128
Assoziierte Unternehmen / Gemeinschaftsunternehmen der Klein Pumpen GmbH 410 19 2.226 90 127 213 3
Übrige nahestehende Personen 1 16 16

Weitere Angaben zu Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen (Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen) finden Sie im Kapitel IV. Erläuterungen zur Bilanz – Anhangspunkt 4 „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“, 6 „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und PoC sowie sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte“, 10 „Verbindlichkeiten“ und im Kapitel IX. Sonstige Angaben – Eventualschulden.

Die Geschäftsvorfälle in Verbindung mit dem Mutterunternehmen Klein Pumpen GmbH basieren auf einem Miet- und Dienstleistungsvertrag zwischen der KSB AG und der Klein Pumpen GmbH.

Die Geschäfte mit Tochterunternehmen der Klein Pumpen GmbH bestehen aus Transaktionen mit der Palatina Versicherungsservice GmbH, die Dienstleistungen für Versicherungen erbringt. Zwischen der Palatina Versicherungsservice GmbH und der KSB AG besteht ein Miet- und Dienstleistungsvertrag. Die Geschäfte mit assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen der Klein Pumpen GmbH bestehen im Wesentlichen aus Transaktionen mit der Abacus Experten GmbH, die mit der KSB AG mehrere Werksverträge geschlossen hat, sowie der Abacus Resale GmbH, die Handel mit Produkten betreibt. Zwischen der KSB AG und der Abacus alpha GmbH sowie der Abacus Resale GmbH bestehen ebenfalls Dienstleistungsverträge.

Allen Rechtsgeschäften liegen marktübliche Konditionen zugrunde. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Salden sind unbesichert, unverzinslich und werden durch Zahlungen beglichen. Es wurden weder Garantien gegeben noch wurden solche erhalten. Die hier dargestellten Forderungen wurden, wie im Vorjahr, weder wertberichtigt, noch wurden für diesen Zweck Rückstellungen gebildet.

Angaben an anderer Stelle dieses Anhangs zu Sonstigen Beteiligungen sowie nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen beziehen sich auf marktgerechte Lieferungs- und Leistungsbeziehungen, soweit nicht anders vermerkt.

Gemäß IAS 24 ist die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns anzugeben. Die nachfolgende Tabelle enthält die für den KSB Konzern relevanten Angaben für die Vergütung der Mitglieder des Vorstands:

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in T € 31.12.2015 31.12.2014
Kurzfristig fällige Leistungen (Gesamtbezüge) 1.289 1.427
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.429 2.011
Andere langfristig fällige Leistungen
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Anteilsbasierte Vergütungen
Insgesamt 2.718 3.438

Unsere Hauptversammlung am 6. Mai 2015 hat auf Basis der gesetzlichen Regelungen beschlossen, dass die individualisierte Aufgliederung der Vorstandsbezüge unterbleibt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven Vorstandsmitgliedern sind 4.518 T€ (Vorjahr 4.386 T€) zurückgestellt, gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind es 39.387 T€ (Vorjahr 41.861 T€); deren Gesamtbezüge betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.246 T€ (Vorjahr 2.232 T€).

Für das Geschäftsjahr 2015 betragen die kurzfristig fälligen Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats 833 T€ (Vorjahr 944 T€).

Die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand sind vor den Ausführungen zum Gewinnverwendungsvorschlag für die KSB AG angegeben.

Wirtschaftsprüfer

In der Hauptversammlung der KSB AG am 6. Mai 2015 wurde PricewaterhouseCoopers ­Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Mannheim, zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 bestellt; im Vorjahr war dies die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Es sind folgende Honorare (einschließlich Auslagen) als Aufwand erfasst worden:

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in T € 2015 2014
Abschlussprüfungsleistungen 348 412
Andere Bestätigungsleistungen 10 2
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen 54 36
Gesamthonorar 412 450

Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlüsse der KSB AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen Testatsleistungen außerhalb der Jahresabschlussprüfung. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen überwiegend Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen.

Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Die KSB Service GmbH, Frankenthal, die KSB Service GmbH, Schwedt, und die Uder Elektromechanik GmbH, Friedrichsthal, haben in Teilen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der KSB AG haben die aktuelle Erklärung zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung ist auf unserer Website (www.ksb.com) veröffentlicht und damit dauerhaft zugänglich gemacht.

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